Adhyaya 25
Avanti KhandaReva KhandaAdhyaya 25

Adhyaya 25

Im Avantī Khaṇḍa benennt Kapitel 25, vorgetragen von Mārkaṇḍeya, eine weithin berühmte Konfluenz östlich von Oṃkāra, wo die Revā (Narmadā) mit der Nīlagāṅgā zusammenfließt. Die Darstellung ist als Bestimmung des tīrtha angelegt und wird von einer knappen Fruchtverheißung (phala) beschlossen. Es heißt, rituelles Baden (snāna) und Mantra-Rezitation (japa) an diesem saṅgama machten weltliche Ziele erreichbar und zeigten den Ort als Träger ritueller Wirksamkeit. Zudem wird eine lange heilige Nach-Todes-Wohnstatt verheißen—sechzigtausend Jahre in Nīlakaṇṭhapura—wodurch die lokale Geographie mit einem Śiva-verbundenen Heilreich verknüpft wird. Hinzu tritt eine genealogisch-ethische Dimension: Wer beim śrāddha den Ahnen tarpaṇa darbringt, mit Wasser, das mit Sesam vermischt ist (tila-miśra jala), soll zusammen mit sich selbst einundzwanzig Personen „emporheben“. Insgesamt wirkt das Kapitel wie ein kompaktes Ritual-Geo-Register: Ort → empfohlene Handlungen → aufgezählte Früchte.

Shlokas