
Dieses Adhyāya, vorgetragen von Śrī Mārkaṇḍeya, benennt eine bestimmte Tīrtha: den Saṅgama, die Mündung bzw. den Zusammenfluss des Kara-Flusses mit der Narmadā (Revā) bei der Siedlung Māndhātṛ. Die Rede gibt einen knappen rituellen Weg vor: zum Zusammenfluss gehen, Snāna (rituelles Bad) vollziehen und eine auf Viṣṇu ausgerichtete Bhakti-Praxis üben—Verehrung und beständiges Gedenken als reinigende Disziplinen. Darauf folgt eine Ursprungserzählung zur Heiligkeit des Ortes: Viṣṇu, entschlossen einen Daitya zu töten, ergreift das Cakra; aus seinem Schweiß (Sveda) entsteht ein vortrefflicher Fluss, der sich an eben dieser Stelle mit der Revā vereint. Am Ende steht eine ausdrückliche Verheißung der Läuterung: Wer dort badet, wo der Fluss in die Revā einmündet, wird von Sünden befreit—ganz im Sinne der phalaśruti eines Tīrtha-māhātmya.
Verse 1
श्रीमार्कण्डेय उवाच । सङ्गमः करनर्मदयोः पुरे मान्धातृसंज्ञिते । गत्वा स्नात्वा तपयित्वा पित्ःन्विष्णुपुरं नयेत्
Śrī Mārkaṇḍeya sprach: Am Zusammenfluss von Kara und Narmadā, in der Stadt namens Māndhātṛ, wer dorthin geht, sich badet und Tapas vollzieht, der soll seine Ahnen in Viṣṇus Reich geleiten.
Verse 2
मर्दयित्वा करौ पूर्वं विष्णुर्दैत्यजिघांसया । चक्रं जग्राह तत्रैव स्वेदाज्जाता सरिद्वरा
Zuerst rieb Viṣṇu seine Handflächen, in der Absicht, die Daityas zu erschlagen; sogleich ergriff er dort sein Cakra, und aus seinem Schweiß entstand jener vortreffliche Fluss.
Verse 3
संगता रेवया तत्र स्नात्वा पापैः प्रमुच्यते
Dort, am Zusammenfluss mit der Revā, wird, wer badet, von Sünden befreit.
Verse 24
। अध्याय
Ende des Adhyāya (Kapitels).