
Dieses Kapitel ist eine kurze, reiseroutenartige Unterweisung, die Śrī Mārkaṇḍeya an einen königlichen Adressaten richtet. Der Weise weist den Hörer an, zu einem „vortrefflichen“ Dvādaśī-tīrtha zu gehen, und stellt die gewöhnliche rituelle Ordnung dem außergewöhnlichen Rang von Cakratīrtha gegenüber. Es heißt, dass in allgemeinen Zusammenhängen die Früchte von Gabe/Spende (dāna), Mantra-Rezitation (japa), Feueropfer (homa) und bali/rituellen Darbringungen mit der Zeit schwinden oder sich erschöpfen können. Doch Handlungen, die in Cakratīrtha vollzogen werden, werden als unverminderlich beschrieben: ihr Verdienst nimmt nicht ab. Am Schluss wird erklärt, dass die höchste Māhātmya dieses tīrtha—seine Bedeutung für Vergangenheit und Zukunft umfassend—klar und vollständig dargelegt worden sei, als feierlicher Abschluss dieser Lobpreisung.
Verse 1
श्रीमार्कण्डेय उवाच । ततो गच्छेन्महाराज द्वादशीतीर्थमुत्तमम् । क्षरन्ति सर्वदानानि जपहोमबलिक्रियाः
Śrī Mārkaṇḍeya sprach: Dann, o großer König, soll man zum vortrefflichen Dvādaśī-Tīrtha gehen. Anderswo schwindet die Frucht aller Gaben, der Mantra-Rezitation, der Feueropfer und der Bali-Riten.
Verse 2
न क्षीयते तु राजेन्द्र चक्रतीर्थे तु यत्कृतम् । यद्भूतं यद्भविष्यच्च तीर्थमाहात्म्यमुत्तमम्
Doch, o Herr der Könige, was immer am Cakra-Tīrtha getan wird, verliert seine Frucht nicht. Dies ist die höchste Herrlichkeit des Tīrtha — im Vergangenen wie im Zukünftigen.
Verse 3
कथितं तन्मया सर्वं पृथग्भावेन भारत
O Bhārata, ich habe dir all dies vollständig berichtet, klar unterschieden und in rechter Ordnung dargelegt.
Verse 144
। अध्याय
Ende des Kapitels (Adhyāya).