Adhyaya 107
Avanti KhandaReva KhandaAdhyaya 107

Adhyaya 107

Kapitel 107 innerhalb der Revākhaṇḍa bietet eine knappe tīrtha-Unterweisung, die der ehrwürdige Mārkaṇḍeya an einen königlichen Adressaten richtet. Er weist ihn an, zum erhabenen Bhaṇḍārī-tīrtha zu gehen, das als Ort gepriesen wird, dessen religiöse Wirkkraft das „Abschneiden der Armut“ (daridra-ccheda) über einen sehr langen Zeitraum umfasst, ausgedrückt als neunzehn Yugas. Darauf folgt eine ursächliche Beglaubigung: Kubera (Dhanada) übte Askese, und als Brahmā (Padmasambhava) zufrieden war, erhielt Kubera den Segen, dass selbst eine geringste Gabe an eben diesem Ort zum Schutz des Reichtums wird. Schließlich wird eine praktische Regel formuliert: Wer in Hingabe dorthin geht, badet und Vermögen als dāna spendet, erleidet weder Schwund noch Unterbrechung des Besitzes (vitta-pariccheda). Die Lehre betont eine rituell-ethische Ökonomie: Wohlstand wird nicht durch Horten stabilisiert, sondern durch disziplinierte Pilgerfahrt, hingebungsvolle Gesinnung und maßvolle Großzügigkeit an einem anerkannten heiligen Ort.

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