
Aindra praise of Indra as the Soma-empowered remover of obstruction and giver of victory and welfare
Indra
Heroic and propulsive (vīrya-rasa) with a confident victory-seeking uplift
Rṣi not identifiable from the provided dashati excerpt; the selection reflects an Aindra hymn-stream with occasional cosmogonic brahman/vena material used in Sāman adaptation.
Aindra: Lobpreis Indras als des durch Soma gestärkten Beseitigers von Hemmnissen, Spenders von Sieg und Wohlergehen. Soma-Pressung und Stotra ziehen Indra herbei; erinnert wird an seine Tat, den Berg zu spalten und die Wasser freizusetzen (Vṛtra–Dānava-Motiv). Erbeten werden vāja (Kraft, Preis/Beute) und suvita (Wohlfahrt, guter Durchgang), sowie Schutz des Geschlechts — tanā tmanā (Nachkommenschaft und eigenes Selbst). Kosmogonischer Rahmen: brahman/vena als erstgeborene Offenbarungskraft; Rede und Gesang, mit Soma verbunden, gelten als wirkmächtige Macht, die verschlossene Fülle öffnet und Indras kosmische Tat rituell gegenwärtig macht.
Mantra 1
असावि देवं गोऋजीकमन्धो न्यस्मिन्निन्द्रो जनुषेमुवोच बोधामसि त्वा हर्यश्व यज्ञैर्बोधा न स्तोममन्धसो मदेषु
Soma, der berauschende, lichte und reinigende, ist für den Gott gepresst; hierin hat Indra, von Natur her, (seine Gegenwart) kundgetan. Wir wecken dich, o Haryaśva, durch die Opfer; gedenke unseres Stoma in den Rauschen der Mandha, in den Soma-Trunkenheiten.
Mantra 2
योनिष्ट इन्द्र सदने अकारि तमा नृभिः पुरूहूत प्र याहि असो यथा नो ऽविता वृधश्चिद्ददो वसूनि ममदश्च सोमैः
Dir, Indra, ist im Sitz eine Lagerstatt bereitet von den Männern; o Vielangerufener, tritt hervor, damit du unser Schützer seist und, obgleich groß, Reichtümer spendest und dich an den Soma-Tränken erfreust.
Mantra 3
अदर्दरुत्समसृजो वि खानि त्वमर्णवान्बद्बधानां अरम्णाः महान्तमिन्द्र पर्वतं वि यद्वः सृजद्धारा अव यद्दानवान्हन्
Du spaltetest die Quelle, du ließest die Rinnen hervorbrechen; ozeanreich schufst du Raum den eingeschlossenen (Wassern). Als du, o Indra, den großen Berg auseinander rissest, ließest du die Ströme hinabfließen, als du den Dānava erschlugst.
Mantra 4
सुष्वाणास इन्द्र स्तुमसि त्वा सनिष्यन्तश्चित्तुविनृम्ण वाजम् आ नो भर सुवितं यस्य कोना तना त्मना सह्यामा त्वोताः
Indra, wir, die den Soma nach der Ordnung ausgepresst haben, besingen dich; auch wir, nach Gewinn verlangend, dich, den von gewaltiger Macht, zum Erwerb der Stärke. Bring uns Heil, damit wir, von dir getragen, mit unserer Nachkommenschaft und mit uns selbst (die Feinde) überwinden.
Mantra 5
जगृह्मा ते दक्षिणमिन्द्र हस्तं वसूयवो वसुपते वसूनाम् विद्मा हि त्वा गोपतिं शूर गोनामस्मभ्यं चित्रं वृषणं रयिन्दाः
Indra, wir, nach Reichtum verlangend, haben deine rechte Hand ergriffen; o Vasupati, Herr des Schatzes, Herr der Schätze! Denn wir kennen dich als Gopati, den Herrn der Herden, als den Helden, als den Herrn der Kühe. Verleihe uns glänzenden, kräftigen Reichtum, o Spender der Fülle!
Mantra 6
इन्द्रं नरो नेमधिता हवन्ति यत्पार्या युनजते धियस्ताः शूरो नृषाता श्रवसश्च काम आ गोमति व्रजे भजा त्वं नः
Indra rufen die Männer, recht gesetzt (beim Opfer), wenn sie ihre heiligen Gedanken zum Lobgesang anjochen; den Helden, den Feinderschläger, den Begehrten um des Ruhmes willen. In den kuhreichen Pferch, in den Stall, teile uns unseren Anteil zu, o du!
Mantra 7
वयः सुपर्णा उप सेदुरिन्द्रं प्रियमेधा ऋषयो नाधमानाः अप ध्वान्तमूर्णुहि पूर्धि चक्षुर्मुमुग्ध्या3स्मान्निधयेव बद्धान्
Wie Vögel mit schönem Flügel sind die Rishis, die Priyamedhas, flehend zu Indra herangetreten. Wälze die Finsternis hinweg, erfülle (uns) mit Sehen; löse uns, wie man die zum Schatz Gebundenen löst, zur Erlangung des Hortes.
Mantra 8
नाके सुपर्णमुप यत्पतन्तं हृदा वेनन्तो अभ्यचक्षत त्वा हिरण्यपक्षं वरुणस्य दूतं यमस्य योनौ शकुनं भुरण्युम्
Am Himmel, wenn nahe dahinfliegend der Suparṇa, der Schönbeflügelte, erscheint, schauen dich die Weisen, im Herzen unterscheidend: den goldbeflügelten Vogel, Varuṇas Boten, in Yamas Wohnstatt das Vogelzeichen, heilvoll und eilend.
Mantra 9
ब्रह्म जज्ञानं प्रथमं पुरस्ताद्वि सीमतः सुरुचो वेन आवः स बुध्न्या उपमा अस्य विष्ठाः सतश्च योनिमसतश्च विवः
Brahman, das heilige Wort, entstand zuerst, von alters her; aus den zwei Grenzen trat der lichtglänzende Vena hervor. Seine Stätten sind die tiefen Fundamente; er erschloss den Ursprung des Seienden wie des Nichtseienden.
Mantra 10
अपूर्व्या पुरुतमान्यस्मै महे वीराय तवसे तुराय विरप्शिने वज्रिणे शन्तमानि वचांस्यास्मै स्थविराय तक्षुः
Unerhört neu, überreich, haben (die Sänger) ihm bereitet — dem großen Helden, dem Mächtigen, dem Stürmenden, dem Weitwirkenden, dem Donnerkeilträger — die heilvollsten Worte; für den Standhaften haben sie die Hymnen gefügt.
It celebrates Indra as the deity who, strengthened by Soma and praise, breaks obstructions (like the mountain holding back waters) and grants strength, victory, and welfare to the worshippers.
It highlights the theological foundation of the rite: sacred utterance (brahman) is portrayed as a primordial power of revelation, supporting the idea that the sung stotra itself helps disclose and obtain prosperity.
As a sung stotra by the Sāmavedic singers, it invites Indra to the Soma, recalls his archetypal victory over blockage, and turns that myth into a present request for vāja (prize/strength) and suvita (well-being).