
Sukta 5.67
Atri (Ātreya)
Ādityas—Varuṇa, Mitra, Aryaman
Triṣṭubh (probable; needs verification)
Dieser kurze Hymnus preist die Ādityas — besonders Varuṇa, Mitra und Aryaman — als allwissende Wahrer des ṛta (der kosmischen Ordnung), deren weites Gebot wahre Herrschaft (kṣatra) und Schutz verleiht. Er betont ihr stetiges Schreiten in festen Gesetzen (vrata) und ihre Macht, Sterbliche vor Unheil zu bewahren, während die inspirierte Einsicht (mati) des Sehers Atri im Gottesdienst zu ihnen drängt.
Mantra 1
बळित्था देव निष्कृतमादित्या यजतं बृहत् । वरुण मित्रार्यमन्वर्षिष्ठं क्षत्रमाशाथे ॥
Wahrlich, o Götter, ihr Ādityas habt eine große, verehrungswürdige Ordnung gefügt. O Varuṇa, Mitra, Aryaman—ihr erlangt die reichste Herrschaft, die höchste königliche Macht (kṣatra).
Mantra 2
आ यद्योनिं हिरण्ययं वरुण मित्र सदथः । धर्तारा चर्षणीनां यन्तं सुम्नं रिशादसा ॥
Wenn ihr im goldenen Schoß Platz nehmt, o Varuṇa und Mitra – Träger der Völker –, dann setzt ihr den strömenden Lauf des Segens in Bewegung, ihr, die ihr das Unheil verzehrt.
Mantra 3
विश्वे हि विश्ववेदसो वरुणो मित्रो अर्यमा । व्रता पदेव सश्चिरे पान्ति मर्त्यं रिषः ॥
Denn all diese sind wahrlich die Allwissenden Mächte: Varuṇa, Mitra, Aryaman. Ihren Gelübden folgen sie wie auf festgelegter Spur; sie behüten den Sterblichen vor Unheil und halten ihn auf dem rechten Pfad der Wahrheit.
Mantra 4
ते हि सत्या ऋतस्पृश ऋतावानो जनेजने । सुनीथासः सुदानवोंऽहोश्चिदुरुचक्रयः ॥
Denn sie sind die Wahrhaftigen, die das ṛta, die Wahrheitsordnung, berühren; sie sind Träger des ṛta in jedem Volk. Mit guter Führung und freigebigem Geben weiten sie die Wendung unseres Weges – selbst aus der Not heraus.
Mantra 5
को नु वां मित्रास्तुतो वरुणो वा तनूनाम् । तत्सु वामेषते मतिरत्रिभ्य एषते मतिः ॥
Wer von euch — Mitra oder Varuṇa — könnte jetzt unbesungen bleiben in den Wirkungen unseres leibhaften Daseins? Darum drängt wahrlich der Gedankenimpuls zu euch; von den Atris drängt dieser strebende Sinn zu euch.
The hymn praises the Ādityas—especially Varuṇa, Mitra, and Aryaman—seen as divine powers who uphold truth, law, and right social order.
It says that the Ādityas maintain a vast cosmic ordinance (ṛta) through their fixed laws (vrata), giving rightful sovereignty and protecting human beings from harm and moral deviation.
Here kṣatra means legitimate, stabilizing authority that comes from alignment with cosmic and moral law—power that protects and orders life rather than dominating it.
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