Rig Veda Sukta 55
Mandala 10Sukta 558 Mantras

Sukta 55

Sukta 10.55

Devata

Indra (Maghavan)

Chandas

Trishtubh (probable)

Dieser Hymnus an Indra (Maghavan) verbindet das Lob des heroischen, durch Soma gestärkten Kriegers mit rätselhaften, paradoxreichen Betrachtungen über verborgene Namen, Zeit und Umkehrung (wenn das Graue die Jugend „verschlingt“). Er erinnert an Indras kosmische Stütze von Himmel und Erde und an seinen Schutz der Wehrlosen; er gipfelt in seinem Kampfdrang, der die Dasyus vertreibt und die Ordnung wiederherstellt. Insgesamt ist er sowohl Stotra (Lobpreis) als auch Meditation über Indras geheime Macht, die gewöhnliche Erwartungen umstürzt.

Mantras

Mantra 1

दूरे तन्नाम गुह्यं पराचैर्यत्त्वा भीते अह्वयेतां वयोधै । उदस्तभ्नाः पृथिवीं द्यामभीके भ्रातुः पुत्रान्मघवन्तित्विषाणः ॥

Fern ist jener verborgene Name, abgewandt von den nach außen Gehenden; und doch rufen dich die zwei Erschrockenen, o Spender der Fülle. Du hast Erde und Himmel nahe aufgestützt, o Maghavan, in Glut der Kraft, (rettend) die Söhne des Bruders.

Mantra 2

महत्तन्नाम गुह्यं पुरुस्पृग्येन भूतं जनयो येन भव्यम् । प्रत्नं जातं ज्योतिर्यदस्य प्रियं प्रियाः समविशन्त पञ्च ॥

Groß ist jener verborgene Name, der vieles berührt: durch ihn bringst du das Gewesene hervor und durch ihn das, was sein wird. Das uralte Licht, das geboren wird — in seinen lieben (Sitz) treten die fünf Geliebten gemeinsam ein.

Mantra 3

आ रोदसी अपृणादोत मध्यं पञ्च देवाँ ऋतुशः सप्तसप्त । चतुस्त्रिंशता पुरुधा वि चष्टे सरूपेण ज्योतिषा विव्रतेन ॥

Er füllte die beiden Welten und auch den Mittelraum; (er setzte) die fünf Götter nach den Jahreszeiten — die Sieben-und-Sieben. Durch die Zweiunddreißig schaut er auf vielerlei Weise: mit einem Licht von einer Gestalt, doch mit weithin reichendem Gesetz.

Mantra 4

यदुष औच्छः प्रथमा विभानामजनयो येन पुष्टस्य पुष्टम् । यत्ते जामित्वमवरं परस्या महन्महत्या असुरत्वमेकम् ॥

Als du, o Morgenröte, als Erste unter den Leuchten aufstrahltest, da ließest du die Nahrung der Nahrung geboren werden. Und wenn deine Verwandtschaft das Niedere ist und das Andere das Höhere: eines ist die große asurische Herrschaft des Großen.

Mantra 5

विधुं दद्राणं समने बहूनां युवानं सन्तं पलितो जगार । देवस्य पश्य काव्यं महित्वाद्या ममार स ह्यः समान ॥

Der Graue verschlang den Schnellen in der Versammlung der Vielen, obgleich er jung war. Sieh die dichterische Kunst des Gottes an seiner Größe: heute ist er gestorben — und doch war er gestern derselbe.

Mantra 6

शाक्मना शाको अरुणः सुपर्ण आ यो महः शूरः सनादनीळः । यच्चिकेत सत्यमित्तन्न मोघं वसु स्पार्हमुत जेतोत दाता ॥

Mit gewaltiger Kraft kommt der Strahlende, der Rötliche, der Schönbeflügelte — ein Held im Weiten, von alters her unermüdet im Zug. Was immer er erkennt, das ist wahrlich Wahrheit; das ist niemals vergeblich: er erringt die begehrenswerte Fülle des Gutes und er schenkt sie auch.

Mantra 7

ऐभिर्ददे वृष्ण्या पौंस्यानि येभिरौक्षद्वृत्रहत्याय वज्री । ये कर्मणः क्रियमाणस्य मह्न ऋतेकर्ममुदजायन्त देवाः ॥

Mit diesen hat er die mannhaften, stierhaften Kräfte verliehen, durch die der Vajrin, der Donnerkeiler, zur Vṛtra-Tötung erstarkte; durch die Größe des vollbrachten Werkes wurden die Götter emporgeboren zum Wirken der Wahrheit.

Mantra 8

युजा कर्माणि जनयन्विश्वौजा अशस्तिहा विश्वमनास्तुराषाट् । पीत्वी सोमस्य दिव आ वृधानः शूरो निर्युधाधमद्दस्यून् ॥

An das Werk angeschirrt, die Taten erzeugend mit allumfassender Kraft — Töter des unentzündeten Tadels, allgesinnt, unüberwindlich im Ansturm —, nachdem er den Soma des Himmels getrunken und in jener Höhe gewachsen war, trieb der Held im Kampf die Dasyus hinaus.

Frequently Asked Questions

The hymn primarily addresses Indra, especially as Maghavan (“the bountiful”), the Soma-strengthened hero who protects and grants victory.

It suggests that Indra’s true power is not grasped by ordinary, outward-looking perception; yet he can still be invoked and becomes near and effective for those in fear or need.

On the outer level it is victory over hostile forces; on the inner level it symbolizes removing obstructive, chaotic tendencies so order, clarity, and strength can prevail.

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