Rig Veda Sukta 163
Mandala 10Sukta 1636 Mantras

Sukta 163

Sukta 10.163

Rishi

Late Maṇḍala 10 healing tradition; specific r̥ṣi uncertain.

Devata

Healing/extraction formula; devatā implicit (often aligned with Aśvins/Agni in healing contexts, but not named in this verse).

Chandas

Likely Tr̥ṣṭubh.

Dieser kurze Heilungshymnus ist eine „Auszieh-“ bzw. „Herausreiß“-Formel (vṛh-), die darauf zielt, yakṣman, ein zehrendes Leiden, aus jedem Teil des Körpers des Patienten mitsamt der Wurzel zu entfernen. Vers für Vers werden Körperregionen genannt – vom Kopf und den Sinnen hinab zu Hüften, Gliedern, Haar und Gelenken –; die Krankheit wird rituell abgesondert und die Unversehrtheit wiederhergestellt. Die angerufene Kraft ist vor allem das Mantra selbst und der therapeutische Akt des Benennens, Lokalisierens und Austreibens des Übels.

Mantras

Mantra 1

अक्षीभ्यां ते नासिकाभ्यां कर्णाभ्यां छुबुकादधि । यक्ष्मं शीर्षण्यं मस्तिष्काज्जिह्वाया वि वृहामि ते ॥

Aus deinen Augen, aus den Nüstern, aus den Ohren, aus dem Kinn — yakṣma, die Scheitelkrankheit; aus dem Gehirn, aus der Zunge — dieses zehrende Übel reiße ich aus dir heraus, absondernd es hinweg.

Mantra 2

ग्रीवाभ्यस्त उष्णिहाभ्यः कीकसाभ्यो अनूक्यात् । यक्ष्मं दोषण्यमंसाभ्यां बाहुभ्यां वि वृहामि ते ॥

Aus deinem Nacken, aus den warmen Lebensbahnen, aus dem Gerüst der Wirbel und aus dem Mark des Rückens; yakṣma — die an den Gelenken haftende — aus den Schultern, aus den Armen reiße ich aus dir heraus.

Mantra 3

आन्त्रेभ्यस्ते गुदाभ्यो वनिष्ठोर्हृदयादधि । यक्ष्मं मतस्नाभ्यां यक्नः प्लाशिभ्यो वि वृहामि ते ॥

Aus deinen Eingeweiden, aus den unteren Organen, aus der Gegend der Blase und oberhalb des Herzens reiße ich yakṣma heraus. Aus den Zwillingsnieren, aus der Leber, aus den inneren Häuten entreiße ich sie dir.

Mantra 4

ऊरुभ्यां ते अष्ठीवद्भ्यां पार्ष्णिभ्यां प्रपदाभ्याम् । यक्ष्मं श्रोणिभ्यां भासदाद्भंससो वि वृहामि ते ॥

Aus deinen Schenkeln, aus dem knöchernen Gefüge, aus den Fersen und den Vorderfüßen reiße ich dir den Yakṣma, die zehrende Macht, heraus. Aus den Hüften, aus dem Sitz und seinem Grund rott’ ich ihn aus dir aus.

Mantra 5

मेहनाद्वनंकरणाल्लोमभ्यस्ते नखेभ्यः । यक्ष्मं सर्वस्मादात्मनस्तमिदं वि वृहामि ते ॥

Aus dem Glied, aus der zeugenden Schaffenskraft, aus deinen Haaren und aus deinen Nägeln reiße ich dir den Yakṣma, die zehrende Macht, heraus. Aus deinem ganzen Selbst — eben diesen — rott’ ich ihn aus dir aus.

Mantra 6

अङ्गादङ्गाल्लोम्नोलोम्नो जातं पर्वणिपर्वणि । यक्ष्मं सर्वस्मादात्मनस्तमिदं वि वृहामि ते ॥

Von Glied zu Glied, von Haar zu Haar, an jedem Gelenk aufs Neue geboren — den Yakṣma, die zehrende Macht — aus deinem ganzen Selbst, eben diesen, rott’ ich aus und reiße ihn von dir fort.

Frequently Asked Questions

Yakṣman is a Vedic term for a wasting affliction—an illness that weakens the body. The hymn treats it as something that can be located in body parts and ritually removed.

In these verses the devatā is mostly implicit: the hymn functions as a healing-extraction formula powered by mantra. In later practice, such healing is often associated with the Aśvins or supported through Agni, but the text here focuses on the act of removal itself.

The listing is a ritual form of diagnosis and separation: by naming each region, the healer symbolically finds the disease and ‘plucks it out.’ The final verse then removes it from the whole person, leaving no place for it to remain.

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