Rig Veda Sukta 20
Mandala 1Sukta 208 Mantras

Sukta 20

Sukta 1.20

Rishi

Medhātithi Kāṇva (traditional for RV 1.20, associated with the R̥bhus/Indra complex in the hymn)

Devata

Primarily Indra (opening frames the hymn-offering for divine manifestation; subsequent verses involve Indra and the R̥bhus)

Chandas

Gāyatrī

Dieser Gāyatrī‑Hymnus formt ein Stoma, eine Preisformel, um Indras „Geburt“, d. h. seine manifest werdende Gegenwart im Opfer und im menschlichen Gefäß, herbeizurufen — ihn als den besten Spender und Ordner der Schätze. Dann weitet sich die Anrufung zu einem abgestimmten Kommen göttlicher Mächte: Indra mit den Maruts und den königlichen Ādityas; zugleich wird an das vorbildliche „rechte Handwerk“ der R̥bhus erinnert, durch das sie einen geehrten Opferanteil unter den Göttern gewannen.

Mantras

Mantra 1

अयं देवाय जन्मने स्तोमो विप्रेभिरासया । अकारि रत्नधातमः ॥

Dieser Hymnus ist für die göttliche Geburt von den Sehern in glühendem Antrieb gestaltet worden – der trefflichste Schatzspender: ein Gefüge des Wortes, das das Hervorkommen des Gottes im menschlichen Gefäß bereitet.

Mantra 2

य इन्द्राय वचोयुजा ततक्षुर्मनसा हरी । शमीभिर्यज्ञमाशत ॥

Die, welche für Indra, Wort an Wort gespannt, mit dem Geist seine zwei leuchtenden Rosse formten; durch kunstvolle, wohlgefügte Werke gelangten sie zum Opfer.

Mantra 3

तक्षन्नासत्याभ्यां परिज्मानं सुखं रथम् । तक्षन्धेनुं सबर्दुघाम् ॥

Für die Nāsatyas schnitzten sie einen glatten, weithin fahrenden Wagen; sie schnitzten eine Kuh, unversiegend im Melken.

Mantra 4

युवाना पितरा पुनः सत्यमन्त्रा ऋजूयवः । ऋभवो विष्ट्यक्रत ॥

Jung machten sie wieder die zwei Eltern — geradewandelnd, Träger wahrer Mantren; die Ṛbhus vollbrachten ihr Werk, die Tat geordneter Meisterschaft.

Mantra 5

सं वो मदासो अग्मतेन्द्रेण च मरुत्वता । आदित्येभिश्च राजभिः ॥

Mögen eure freudigen Rausche sich vereinen – mit Indra und der marutischen Kraft, und mit den königlichen Ādityas; möge in uns die geeinte Wonne der Gottmächte sich sammeln als ein einziger erhobener Schwung.

Mantra 6

उत त्यं चमसं नवं त्वष्टुर्देवस्य निष्कृतम् । अकर्त चतुरः पुनः ॥

Und jenen neuen Becher, vom Gott Tvaṣṭṛ gefertigt, machten sie wiederum vierfach: das eine Gefäß der Wonne vermehrten sie zu vier, damit die Opfergabe von den Mächten in ihrer vollen Ordnung empfangen werde.

Mantra 7

ते नो रत्नानि धत्तन त्रिरा साप्तानि सुन्वते । एकमेकं सुशस्तिभिः ॥

Legt uns eure Schätze auf – dreifach und siebenfach – dem Soma-Pressenden; möge jede Gabe einzeln kommen, getragen von unseren rechten und einhelligen Lobpreisungen.

Mantra 8

अधारयन्त वह्नयोऽभजन्त सुकृत्यया । भागं देवेषु यज्ञियम् ॥

Da stützten die Träger der Flamme das Werk, und durch rechtes Vollbringen gewannen sie ihren Anteil unter den Göttern – den wahrhaft opferwürdigen Anteil.

Frequently Asked Questions

Its main purpose is to make a powerful hymn of praise that brings Indra into manifest presence in the sacrifice, and to gather supporting deities so the rite becomes effective and prosperity-giving.

In Vedic usage, “birth” can mean the deity’s arising or becoming present through the rite—when inspired speech and offering make the divine power active in the human and ritual space.

The R̥bhus are divine artisans famed for perfect skill and ‘right workmanship.’ The hymn’s closing idea echoes their model: by accomplished work one gains a rightful share among the gods—meaning the sacrifice succeeds and becomes truly yajñiya (fit for offering).

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