Atharva Veda Sukta 4
Kanda 9Anuvaka 1Sukta 424 Mantras

Sukta 4

Rishi: Not specified in the provided excerpt (AV 9.4 tradition associates with cattle/prosperity themes)

Devata: Ṛṣabha / bovine prosperity under Bṛhaspati’s sacral authority

Chandas: Bṛhatī / Paṅkti-classification noted in the input (metrical tradition attached to the section)

AV 9.4 ist ein paustika-Hymnus, der den Ṛṣabha (Stier) als verdichtete Quelle von Rinderwohlstand, Milchergiebigkeit und fortlaufender Fruchtbarkeit für Herde und Geschlecht des Patrons weiht. Die Rinderfekundität wird unter die sakrale Autorität Bṛhaspatis gestellt; dabei werden mehrere göttliche Vermögen zu einer einzigen „wohlgefügten“ Kraft zusammengefügt, die Körper, Grenzen und Bestand der Herde schützt und zugleich den Überfluss vermehrt.

Mantras

Mantra 1

ऋषभः १८ उपरिष्टाद्बृहती, २१ आस्तारपङ्क्तिः। सा॒ह॒स्रस्त्वे॒ष ऋ॑ष॒भः पय॑स्वा॒न् विश्वा॑ रू॒पाणि॑ व॒क्षणा॑सु॒ बिभ्र॑त्। भ॒द्रं दा॒त्रे यज॑मानाय॒ शीक्ष॑न् बार्हस्प॒त्य उ॒स्रिय॒स्तन्तु॒माता॑न्

Tausendfach, der heftige Stier, milchreich, der in seinen Flanken alle Gestalten der Kraft trägt; der dem Geber, dem Opfernden, heilsames Gedeihen lehrt – Bṛhaspatis Eigen, unter den Mutterkühen, der Faden der Abstammung.

Mantra 2

अ॒पां यो अग्ने॑ प्रति॒मा ब॒भूव॑ प्र॒भूः सर्व॑स्मै पृथि॒वीव॑ दे॒वी। पि॒ता व॒त्सानां॒ पति॑र॒घ्न्यानां॑ साह॒स्रे पोषे॒ अपि॑ नः कृणोतु

Der, o Agni, der zum Ebenbild der Wasser geworden ist—mächtig für alle, wie die Göttin Erde; Vater der Kälber, Herr der unverletzlichen Kühe: in tausendfachem Gedeihen lasse er es über uns kommen.

Mantra 3

पुमा॑न॒न्तर्वा॒न्त्स्थवि॑रः॒ पय॑स्वा॒न् वसोः॒ कब॑न्धमृष॒भो बि॑भर्ति । तमिन्द्रा॑य प॒थिभि॑र्देव॒यानै॑र्हु॒तम॒ग्निर्व॑हतु जा॒तवे॑दाः

Männlich, innerlich erfüllt, kräftig, milchreich; der Stier trägt den eigentlichen Stamm des Reichtums. Ihn, Indra dargebracht, auf den götterführenden Pfaden, möge Agni Jātavedas geleiten.

Mantra 4

पि॒ता व॒त्सानां॒ पति॑र॒घ्न्याना॒मथो॑ पि॒ता म॑ह॒तां गर्ग॑राणाम्। व॒त्सो ज॒रायु॑ प्रति॒धुक् पी॒यूष॑ आ॒मिक्षा॑ घृ॒तं तद् व॑स्य॒ रेतः॑

Vater der Kälber, Herr der unverletzlichen Kühe, ja auch Vater der großen gargara. Das Kalb, die Nachgeburt, der Milcherguss, die Erstmilch, die Dickmilch, das Ghee—das ist sein Same.

Mantra 5

दे॒वानां॑ भा॒ग उ॑पना॒ह ए॒षो॒३पां रस॒ ओष॑धीनां घृ॒तस्य॑ । सोम॑स्य भ॒क्षम॑वृणीत श॒क्रो बृ॒हन्नद्रि॑रभव॒द् यच्छरी॑रम्

Dies ist der den Göttern zugewiesene Anteil, dieses Upanāha, das Anlegen der Fessel: der Saft der Wasser, der Oṣadhi-Kräuter und des Ghee (ghṛta). Śakra erwählte sich den essbaren Anteil des Soma; groß wurde der Stein, als er zum Leib wurde.

Mantra 6

सोमे॑न पू॒र्णं क॒लशं॑ बिभर्षि॒ त्वष्टा॑ रु॒पाणां॑ जनि॒ता प॑शू॒नाम्। शि॒वास्ते॑ सन्तु प्रज॒न्वऽ इ॒ह या इ॒मा न्य॑स्मभ्यं॑ स्वधिते यच्छ॒ या अ॒मूः

Mit Soma gefüllt hältst du den Krug; Tvaṣṭṛ, Erzeuger der Gestalten, Erzeuger des Viehs. Heilvoll seien hier deine zeugenden Kräfte – diese, die hier gegenwärtig sind; und jene dort drüben, o Svadhiti, scharfgeschliffen, gewähre sie uns.

Mantra 7

आज्यं बिभर्ति घृ॒तम॑स्य॒ रेतः॑ साह॒स्रः पोष॒स्तमु॑ य॒ज्ञमा॑हुः । इन्द्र॑स्य रू॒पमृ॑ष॒भो वसा॑नः॒ सो अ॒स्मान् दे॑वाः शि॒व ऐतु॑ द॒त्तः

Das Ājya trägt Ghee als seinen Samen; tausendfache Stärkung – so nennen sie wahrlich jenes Opfer. Indras Gestalt tragend, ein Stier, möge er – als Gabe verliehen – zu uns kommen, o Götter, heilvoll.

Mantra 8

इन्द्र॒स्यौजो॒ वरु॑णस्य बा॒हू अ॒श्विनो॒रंसौ॑ म॒रुता॑मि॒यं क॒कुत्। बृह॒स्पतिं॒ संभृ॑तमे॒तमा॑हु॒र्ये धीरा॑सः क॒वयो॒ ये म॑नी॒षिणः॑

Indras Kraft, Varuṇas Arme, die Schultern der Aśvins – dies ist der Gipfel der Maruts. Dies nennen sie Bṛhaspati, wohlgefügt – jene, die standhaft sind, Dichter, die Einsichtigen.

Mantra 9

दैवी॒र्विशः॒ पय॑स्वा॒ना त॑नोषि॒ त्वामिन्द्रं॒ त्वां सर॑स्वन्तमाहुः । स॒हस्रं॒ स एक॑मुखा ददाति॒ यो ब्रा॑ह्म॒ण ऋ॑ष॒भमा॑जु॒होति॑

Die göttlichen Sippen, milchreich, breitest du aus; dich nennt man Indra, dich Sarasvant. Tausend—aus einem Mund—gewährt er, der als Brahmane den Stier darbringt.

Mantra 10

बृह॒स्पतिः॑ सवि॒ता ते॒ वयो॑ दधौ॒ त्वष्टु॑र्वा॒योः पर्या॒त्मा त॒ आभृ॑तः । अ॒न्तरि॑क्षे॒ मन॑सा त्वा जुहोमि ब॒र्हिष्टे॒ द्यावा॑पृथि॒वी उ॒भे स्ता॑म्

Bṛhaspati und Savitar haben dir deine Lebenskraft eingesetzt; die allumfassende Wesenheit von Tvaṣṭṛ und von Vāyu ist dir hierher gebracht. Im Luftraum opfere ich dich mit dem Geist; auf dem heiligen Barhis-Gras mögen Himmel und Erde, die beiden, fest stehen.

Mantra 11

य इन्द्र॑ इव दे॒वेषु॒ गोष्वेति॑ वि॒वाव॑दत्। तस्य॑ ऋष॒भस्याङ्गा॑नि ब्र॒ह्मा सं स्तौ॑तु भ॒द्रया॑

Der, der wie Indra unter den Göttern mitten unter den Kühen umhergeht und laut erschallen lässt — die Glieder jenes Stieres soll der Brahman ganz und gar mit glückverheißendem Wort im Lob besingen.

Mantra 12

पा॒र्श्वे आ॑स्ता॒मनु॑मत्या॒ भग॑स्यास्तामनू॒वृजौ॑ । अ॒ष्ठी॒वन्ता॑वब्रवीन्मि॒त्रो ममै॒तौ केव॑ला॒विति॑

An den Flanken war Anumati eingesetzt; Bhaga gehörten die beiden angrenzenden Teile, fest, knochenstark. Mitra sprach: »Diese beiden sind allein die meinen.«

Mantra 13

भ॒सदा॑सीदादि॒त्यानां॒ श्रोणी॑ आस्तां॒ बृह॒स्पतेः॑ । पुच्छं॒ वात॑स्य दे॒वस्य॒ तेन॑ धूनो॒त्योष॑धीः

Der Hinterteil war der Ādityas; die Hüften waren als die des Bṛhaspati eingesetzt. Der Schwanz ist der des Gottes Wind: damit schüttelt er die Pflanzen, die Oṣadhīs, und treibt sie auseinander.

Mantra 14

गुदा॑ आसन्त्सिनीवा॒ल्याः सू॒र्याया॒स्त्वच॑मब्रुवन्। उ॒त्था॒तुर॑ब्रुवन् प॒द ऋ॑ष॒भं यदक॑ल्पयन्

Die Afterteile, so sagten sie, gehörten Sinīvālī; die Haut, so sagten sie, gehörte Sūryā. Vom Aufstehenden sprachen sie als von den Füßen, als sie den Stier recht gestalteten.

Mantra 15

क्रो॒ड आ॑सीज्जामिशं॒सस्य॒ सोम॑स्य क॒लशो॑ धृ॒तः । दे॒वाः सं॒गत्य॒ यत् सर्व॑ ऋष॒भं व्यक॑ल्पयन्

Ein Schoß war da: für Soma, den sich selbst preisenden Verwandten, wurde der Krug fest gehalten. Als alle Götter, einmütig zusammengekommen, den Stier hervorstellten und recht ordneten.

Mantra 16

ते कुष्ठि॑काः स॒रमा॑यै कू॒र्मेभ्यो॑ अदधुः श॒फान्। ऊब॑ध्यमस्य की॒टेभ्यः॑ श्वव॒र्तेभ्यो॑ अधारयन्

Diese Kuṣṭha-Männer verliehen Saramā die Hufe, den Schildkröten entnommen; und von den Insekten, von den hundeumgehenden Wesen hielten sie das Verderben des ūbadhya zurück.

Mantra 17

शृङ्गा॑भ्यां॒ रक्ष॑ ऋष॒त्यव॑र्तिं हन्ति॒ चक्षु॑षा । शृ॒णोति॑ भ॒द्रं कर्णा॑भ्यां॒ गवां॒ यः पति॑र॒घ्न्यः

Mit seinen beiden Hörnern schlägt er den Rakṣas nieder, der anzugreifen wagt; mit seinem Auge tötet er den Abwehrstoß. Mit seinen beiden Ohren lauscht er dem Guten nach — er, der Herr der Kühe, der Unverletzliche (aghnyá).

Mantra 18

श॒त॒याजं॒ स य॑जते॒ नैनं॑ दुन्वन्त्य॒ग्नयः॑ । जिन्व॑न्ति॒ विश्वे॒ तं दे॒वा यो ब्रा॑ह्म॒ण ऋ॑ष॒भमा॑जु॒होति॑

Als Hundert-Opfernder gilt er; die Feuer bedrängen ihn nicht. Alle Götter lassen ihn gedeihen — den, der, als Brahmane, den Stier darbringt.

Mantra 19

ब्रा॒ह्म॒णेभ्य॑ ऋष॒भं द॒त्त्वा वरी॑यः कृणुते॒ मनः॑ । पुष्टिं॒ सो अ॒घ्न्यानां॒ स्वे गो॒ष्ठेऽव॑ पश्यते

Indem er den Stier den Brahmanen schenkt, macht er seinen Geist noch vortrefflicher; und das Gedeihen der unverletzlichen Kühe sieht er deutlich in seinem eigenen Kuhstall.

Mantra 20

गावः॑ सन्तु प्र॒जाः स॒न्त्वथो॑ अस्तु तनूब॒लम्। तत् सर्व॒मनु॑ मन्यन्तां दे॒वा ऋ॑षभदा॒यिने॑

Es sollen Kühe da sein; es soll Nachkommenschaft da sein; und ferner soll leibliche Kraft da sein. Dem allem mögen die Götter voll und ganz zustimmen — dem Spender des Stieres (ṛṣabha).

Mantra 21

अ॒यं पिपा॑न॒ इन्द्र॒ इद् र॒यिं द॑धातु चेत॒नीम्। अ॒यं धे॒नुं सु॒दुघां॒ नित्य॑वत्सां॒ वशं॑ दुहां विप॒श्चितं॑ प॒रो दि॒वः

Dieser Indra, der sich füllt, soll wahrlich belebenden Reichtum verleihen. Diese (Gabe) bringe eine Milchkuh, gut zu melken, stets mit Kalb, der Hand gehorsam, Milch spendend — weise — (ein Segen) von jenseits des Himmels.

Mantra 22

पि॒शङ्ग॑रूपो नभ॒सो व॑यो॒धा ऐ॒न्द्रः शुष्मो॑ वि॒श्वरू॑पो न॒ आग॑न्। आयु॑र॒स्मभ्यं॒ दध॑त् प्र॒जां च॑ रा॒यश्च॒ पोषै॑र॒भि नः॑ सचताम्

Gelblich-golden von Gestalt, lebensspendend aus der Wolke — Indras Kraft, allgestaltig, ist zu uns gekommen. Uns Leben und Nachkommenschaft verleihend — möge auch Reichtum, mit Zuwächsen und Gedeihen, fest an uns haften.

Mantra 23

उपे॒होप॑पर्चना॒स्मिन् गो॒ष्ठ उप॑ पृञ्च नः । उप॑ ऋष॒भस्य॒ यद् रेत॒ उपे॑न्द्र॒ तव॑ वी॒र्यऽम्

Herbei, ja hierher, o Betauer — in diesem Kuhstall — besprenge uns. Herbei (bring) den Samen des Stieres; herbei, o Indra, deine Kraft (vīrya).

Mantra 24

ए॒तं वो॒ युवा॑नं॒ प्रति॑ दध्मो॒ अत्र॒ तेन॒ क्रीड॑न्तीश्चरत॒ वशाँ॒ अनु॑ । मा नो॑ हासिष्ट ज॒नुषा॑ सुभागा रा॒यश्च॒ पोषै॑र॒भि नः॑ सचध्वम्

Diesen jungen setzen wir euch hier voran; mit ihm, spielend, geht euren Weg, ihr fügsamen (Kühe), ihm folgend. Verlasst uns nicht, von Geburt her begünstigte; und mit Zuwächsen (poṣa) möge der Reichtum fest an uns haften.

Frequently Asked Questions

It is used to increase cattle-wealth—more cows and calves, stronger breeding power, and greater milk-yield—while protecting the herd and securing the patron’s continuity.

Bṛhaspati represents brahmanic authority and well-ordered power; linking the Ṛṣabha to him sacralizes prosperity and stabilizes it as lawful, protected increase rather than fragile gain.

No specific herb is required in the excerpted tradition; milk and a simple protective cord/thread are the most fitting supports, with recitation directed toward the bull and the herd for installation of prosperity and protection.

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