
Adhyaya 3 ist als Dialog gestaltet: Śrīvarāha berichtet Dharaṇī (der Erde) von einer Begebenheit aus früherer Zeit. Im ersten Teil wird Śrīnिवāsa/Harī geschildert, der nahe der Svāmipuṣkariṇī auf dem Veṅkaṭācala in einem erhabenen Vimāna weilt; obwohl er bis zum Ende eines Kalpa den Sterblichen unsichtbar bleiben soll, wird er kraft göttlicher Anordnung dennoch zum Gegenstand der Verehrung. Dharaṇī stellt daraufhin ein theologisches und rituelles Problem: Wenn die Gottheit den Menschen „unsichtbar“ ist, wie kann dann öffentliche Anbetung Bestand haben? Śrīvarāha antwortet mit der Erzählung von Agastyas zwölfjähriger Ārādhana und seiner Bitte, der Herr möge allen verkörperten Wesen sichtbar werden. Der Herr gewährt diese Sichtbarkeit und bewahrt zugleich den außergewöhnlichen Rang des Vimāna. Danach wendet sich die Darstellung der Dynastie- und Ursprungsüberlieferung zu: dem Aufstieg König Mitravarmās und der Linie bis zu Ākāśarāja. Es folgt die Herkunftserzählung, in der Padmāvatī beim rituellen Pflügen aus der Erde hervorgeht, als Tochter angenommen und der Königin Dharaṇī anvertraut wird. Schließlich empfängt Dharaṇī und gebiert Vasudāna unter glückverheißenden Zeichen; seine Unterweisung in Waffen und Disziplinen wird zusammengefasst und begründet königliche Tugend, Legitimität und die heilige Geschichte der Region.
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