Adhyaya 10
Vishnu KhandaVenkatachala MahatmyaAdhyaya 10

Adhyaya 10

Adhyāya 10 verknüpft königliche Legitimität, die Entdeckung heiliger Stätten und die Institutionalisierung des Kultes am Veṅkaṭācala. Es beginnt mit Toṇḍamāns Thronbesteigung und der Verherrlichung des Padmasaras als reinigenden, Wohlstand spendenden Teich: Durch kīrtana (Lobgesang), smaraṇa (Gedenken) und snānā (heiliges Bad) erwirbt man Verdienst. Parallel dazu begegnet Vasu, Anführer der Waldbewohner, einem strahlenden Varāha, der in ein valmīka (Ameisenhügel) eingeht; die Gottheit gebietet, den Hügel mit Kuhmilch zu waschen, das Bildnis auf steinernem Sockel zu erheben und zu erkennen und die Verehrung mit Vaikhānasa-Spezialisten zu begründen. Toṇḍamān erhält Bestätigung durch eine Traumoffenbarung über einen bilamārga (Tunnelweg), folgt göttlichen Zeichen (pallava-Spuren) und beginnt Schutzbauten wie prākāra (Umfassungsmauer) und Tore. Zugleich wird ihm aufgetragen, Tamarindenbaum und Campaka als dauerhafte Zeichen göttlicher Gegenwart zu bewahren. Danach folgt eine moralisch-administrative Prüfung: Die vorübergehende Obhut über eine schwangere brāhmaṇī endet in Vernachlässigung und Tod, doch Śrīnivāsa weist ein Sühneritual am Aṣṭhi-saras an—einem See, der als „apamṛtyu-nivāraṇa“ (Abwehr vorzeitig-unrechten Todes) gilt—und durch das Bad wird sie wieder zum Leben gebracht. Das Kapitel bekräftigt auch die Kraft schlichter Bhakti: Bhīma, der Töpfer aus Kurvagrāma, bringt einfache Gaben dar, die der Herr annimmt; beim Besuch des Königs gelangen Bhīma und seine Frau nach Vaikuṇṭha. Am Ende ordnet Toṇḍamān die Nachfolge, übt Askese, erhält göttliche Audienz und erlangt sā-rūpya sowie Viṣṇupada; die phalaśruti verheißt erhabene Früchte für gläubiges Hören und Rezitieren.

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