Adhyaya 30
Vishnu KhandaVasudeva MahatmyaAdhyaya 30

Adhyaya 30

Skanda berichtet, dass Nārada nach dem Hören der Verehrungsweise Vāsudevas—auf praktischen Erfolg bedacht—den höchsten Lehrer fragt, wie der Geist zu zügeln sei, da die Beherrschung des Denkens selbst für Gelehrte schwer und unerlässlich ist, damit die Verehrung die ersehnten Früchte trägt. Śrī Nārāyaṇa antwortet, der Geist sei der vornehmste Feind der verkörperten Wesen, und verordnet als fehlerlose Befriedungsmethode die beständige Übung der Viṣṇu-Meditation (Viṣṇu-dhyāna-abhyāsa), getragen von Vairāgya (Nicht-Anhaften) und disziplinierten Mitteln. Darauf legt er eine geordnete Zusammenfassung des Aṣṭāṅga-Yoga dar: yama, niyama, āsana, prāṇāyāma, pratyāhāra, dhāraṇā, dhyāna und samādhi, und erläutert die fünf yamas und fünf niyamas (einschließlich der Verehrung Viṣṇus). Die Rede gibt technische Definitionen jedes Gliedes, betont den gleichmäßigen Atem und den Rückzug der Sinne. Den Höhepunkt bildet ein auf Befreiung gerichteter yogischer Auszug: das Führen des prāṇa durch innere Stationen, das Versiegeln der Öffnungen, das Erreichen des brahmarandhra, das Aufgeben der aus māyā geborenen vāsanās und das Verlassen des Körpers in einspitziger Ausrichtung auf Vāsudeva, um die göttliche Wohnstatt Śrī Kṛṣṇas zu erlangen. Abschließend wird dies als knappe Yoga-Śāstra-Zusammenfassung bezeichnet und zur fortwährenden Verehrung ermahnt, nachdem man den eigenen Geist bezwungen hat.

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