Adhyaya 27
Vishnu KhandaVasudeva MahatmyaAdhyaya 27

Adhyaya 27

Kapitel 27 entfaltet eine technisch geprägte Ritualkartographie zur Errichtung und „Bevölkerung“ eines geweihten Verehrungsfeldes. Nach der Reinigung des Bodens durch Läuterungshandlungen setzt der Offiziant ein vierfüßiges Podest (pīṭha) und ordnet ihm richtungsbezogene Stützen sowie symbolische Prinzipien zu: Dharma, Jñāna, Vairāgya und Aiśvarya. Danach werden die inneren Vermögen—manas, buddhi, citta, ahaṅkāra—und die drei guṇas auf die Struktur des pīṭha abgebildet. Es folgt die Einsetzung der śaktis (beginnend mit Vimalā) in paarweiser Anordnung, als geschmückt, musikalisch und nach Himmelsrichtungen positioniert beschrieben. Über dem pīṭha wird das Feld der „weißen Insel“ bereitet und ein achtblättriger Lotus mit konzentrischen Einteilungen, Toren und farbcodierter Richtungsarchitektur gezeichnet. Im Zentrum wird Śrī Kṛṣṇa mit Rādhā installiert; darum werden Saṅkarṣaṇa, Pradyumna und Aniruddha angeordnet, anschließend sechzehn avatāra-Gestalten systematisch entlang acht Lotusfäden platziert. Weiterhin werden Gefolgsleute (pārṣadas), die acht siddhis, personifizierte Veden und śāstras, sowie Weisenpaare mit ihren Gemahlinnen eingesetzt; darauf folgen äußere Ringe mit dikpālas und grahas in ihren jeweiligen Richtungen. Den Abschluss bildet die Platzierung der aṅga-devatās Vāsudevas und verwandter ikonischer Formen, wodurch das Verehrungsmandala vollendet wird.

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