
Kapitel 26 beginnt damit, dass Skanda berichtet, wie Nārada nach der Darlegung des ekāntika-dharma erneut fragt. Nārada erbittet Klärung der praktischen Disziplin (kriyā-yoga), die zur geistigen Vollendung führt. Nārāyaṇa bestimmt kriyā-yoga ausdrücklich als die Verehrungsordnung (pūjā-vidhi) des Vāsudeva, die in Veda, Tantra und Purāṇa weithin bezeugt ist und je nach Fähigkeit und Neigung der Bhaktas verschieden gestaltet werden kann. Das Kapitel legt die Voraussetzungen für die vaiṣṇavische dīkṣā über varṇa und āśrama hinweg dar, den Gebrauch des Wurzelmantras (mūla-mantra), der als sechssilbiger Mantra Śrī Kṛṣṇas bezeichnet wird, sowie die Notwendigkeit aufrichtiger, nicht trügerischer Hingabe bei gleichzeitiger Wahrung der sozial-religiösen Pflichten. Es nennt Kriterien zur Wahl des Guru, schreibt äußere Kennzeichen wie tulasī-mālā und ūrdhva-puṇḍra mit gopīcandana vor und beschreibt den täglichen Gottesdienst: frühes Aufstehen, innere Meditation auf Keśava, Reinheit und Bad, sandhyā/homa/japa sowie die sorgfältige Beschaffung reiner Opfergaben. Weiter werden ikonographische Möglichkeiten für Vāsudeva/Kṛṣṇa-Bilder erläutert: Materialien, Farben, zwei- oder vierarmige Formen und Attribute wie Flöte, cakra, śaṅkha, gadā und padma, ebenso die Platzierung von Śrī (Lakṣmī) oder Rādhā. Es unterscheidet feste (acala) und bewegliche (cala) Bilder, erklärt, wann Anrufung und Entlassung (āvāhana/visarjana) unterbleiben, und gibt praktische Vorsichtsregeln für bestimmte Bildtypen. Abschließend wird betont, dass Hingabe und Glaube entscheidend sind: Selbst schlichtes Wasser, in Aufrichtigkeit dargebracht, erfreut den im Innern wohnenden Herrn, während prunkvolle Gaben ohne Glauben nicht die beabsichtigte geistige Freude schenken; daher wird die tägliche arcana für Kṛṣṇa als ethische Richtschnur zum Wohl des Verehrers empfohlen.
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