Adhyaya 2
Vishnu KhandaMargashirsha Masa MahatmyaAdhyaya 2

Adhyaya 2

Dieses Adhyāya ist ein vorschreibender Dialog: Brahmā erbittet die genaue Vorschrift (vidhi) der Mārgaśīrṣa-Observanz, und der Herr legt eine stufenweise Morgenordnung dar. Sie beginnt mit dem Aufstehen am Ende der Nacht, Waschungen, Verehrung des Lehrers und ununterbrochenem Gedenken an das Göttliche; darauf folgt nāma-kīrtana (sahasranāma) bei Zügelung der Rede und Reinheit des Körpers. Es werden sodann geregelte Entleerung und śauca beschrieben, gefolgt von ācamanam, Zahnreinigung und Bad. Erde von der Wurzel der Tulasī samt Blatt wird verwendet und durch mūla-mantra oder Gāyatrī geweiht; gebadet wird mit Wasser (geschöpft oder ungeschöpft) in der Absicht des aghamarṣaṇa zur Tilgung von Verfehlungen. Ein rituelles tīrtha wird errichtet und Gaṅgā mittels Mantra angerufen, als mit Viṣṇu verbunden erkannt; beim Baden werden ihre vielen glückverheißenden Namen rezitiert. Die Schlamm-Bad-Mantras preisen die Erde als Entfernerin von Schuld und erinnern an Varāha, der die Erde emporhob. Nach dem Bad trägt man saubere weiße Gewänder und bringt Gaben/Versöhnungen für Devas, Pitṛs und Ṛṣis dar. Abschließend wird das Auftragen des vaiṣṇavischen ūrdhva-puṇḍra gelehrt: unterschiedliche Anzahl der Zeichen je nach varṇa und Zuordnung der zwölf Namen Viṣṇus zu Körperstellen; die richtige Tilaka-Form (mit freiem Mittelraum) wird betont und vor falscher Anwendung gewarnt, um Haris Nähe (sālokya) zu erlangen.

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