Adhyaya 17
Vishnu KhandaMargashirsha Masa MahatmyaAdhyaya 17

Adhyaya 17

Das Kapitel ist als lehrhafter Dialog gestaltet: Brahmā fragt nach der Vorrangstellung des Monats Mārgaśīrṣa und nach dem kṣetra, in dem seine Wirkkraft am deutlichsten hervortritt. Bhagavān antwortet, indem Er Mathurā (Madhupurī) als höchste heilige Landschaft bezeichnet—von Ihm geliebt und stets glückverheißend. Der Text entfaltet eine gestufte Theologie der Reinigung: (1) räumliche Wirksamkeit—die Frucht des tīrtha entsteht „bei jedem Schritt“, ja schon die Annäherung an die Stadt lässt Sünden abfallen; (2) sinnliche und erinnernde Wirksamkeit—Mathurā zu sehen, zu hören, auszusprechen oder zu bedenken gilt als reinigend; (3) vergleichende Wertung—das Verdienst Mathurās wird wiederholt über berühmte andere tīrthas und langdauernde Gelübde gestellt. Zugleich wird ethisch gewarnt: Unrecht an tīrthas könne „verhärten“, während Unrecht in Mathurā dort selbst erlösche. Aufenthalt, Tod oder sogar ein zufälliger Tod in Mathurā werden als Weg zu erhabenen Bestimmungen geschildert. Für Mārgaśīrṣa wird Mathurā empfohlen; ist dies nicht möglich, wird Puṣkara vorgeschrieben, mit besonderem Gewicht auf die Pūrṇimā-Praxis: Bad, dāna, śrāddha, pūjā, Speisung der Brahmanen und Vollendung des Festes—recht vollzogen mit unerschöpflicher Frucht.

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