
Kapitel 16 entfaltet eine vorschreibende theologische Unterweisung. Es beginnt mit einer ausführlichen Dhyāna-Beschreibung: die Meditation über Śrī Kṛṣṇa in kindlicher Gestalt, in einem strahlenden Pavillon inmitten eines glückverheißenden Gartens; Schmuck, Gesichtszüge, Sitzhaltung, Diener und die bhakti-getragene Stimmung werden genau benannt und dienen als Visualisierungsvorlage für die Morgenverehrung. Danach wird die frühe Pūjā mit Gaben wie Pāyasa und frischer, reiner Butter angeordnet, wobei sinnliches Ritual und heiliges Erinnern (anusmaraṇa) verbunden werden. Als Frucht wird verkündet: beständige tägliche Verehrung im Glauben schenkt Wohlstand (Lakṣmī) und führt schließlich zur reinen höchsten Wohnstatt. Anschließend wendet sich der Text der Mantra-Disziplin zu: Das Mantra „Śrīmad Dāmodara“ soll geschützt und nicht an Ungeeignete weitergegeben werden. Eine lange Negativliste nennt ausschließende Eigenschaften—moralische Unreinheit, Trug, Zorn, Gier, verletzende Rede, Ausbeutung usw.—und stellt dem das Bild des würdigen Schülers gegenüber: Selbstbeherrschung, Dienstbereitschaft, Wahrhaftigkeit, Reinheit, Standhaftigkeit in Gelübden und Ausrichtung auf Befreiung. Parallel werden die Qualifikationen des Guru beschrieben: Gleichmut, Mitgefühl, Gelehrsamkeit, Freiheit von Trägheit, Fähigkeit, Zweifel zu klären, vaiṣṇavische Hingabe und Wohltätigkeit. Die zweite Hälfte ist ein ausgedehntes Māhātmya des Śrīmad Bhāgavata Purāṇa: Schon das Hören oder Lesen eines kleinen Teils der Verse gilt als großer Verdienst; das Aufbewahren des Textes im Haus wird als schützend und reinigend dargestellt; und die Ehrung des Buches—aufstehen, grüßen, sich nähern—wird gerühmt. Die Gegenwart der Bhāgavata heißt es, ziehe die göttliche Gegenwart an und vereine die Verdienste von Tīrthas und Opfern; andächtiges Zuhören mit Blumen, Räucherwerk, Lampen und Gewändern wird als Weg beschrieben, durch disziplinierte Verehrung göttliche Gunst gleichsam zu „binden“.
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