Adhyaya 14
Vishnu KhandaMargashirsha Masa MahatmyaAdhyaya 14

Adhyaya 14

Dieses Kapitel ist eine rituell-theologische Vorschrift: Bhagavān legt eine tithi-gebundene Observanz im Monat Mārgaśīrṣa (helle Hälfte) dar, deren Mittelpunkt das Matsyotsava, das „Fischfest“, am Dvādaśī ist. Die Abfolge beginnt am Daśamī mit vorbereitender Verehrung und Feueropfer (homa), gefolgt von Reinheitsdisziplinen, kontrollierter Ernährung und körperlicher Reinigung. Der Übende vergegenwärtigt Viṣṇu als Gadādhara (mit śaṅkha-cakra-gadā, kirīṭa-Krone und gelbem pītavāsa) und bringt arghya dar, verbunden mit einem Gelübde: am Ekādaśī zu fasten und am folgenden Tag in Hingabe an Puṇḍarīkākṣa/Acyuta zu speisen. Nachts wird Nārāyaṇa-japa in der Nähe des Gottesbildes ausgeführt. Bei Tagesanbruch ist das Bad in Fluss oder Teich (oder nötigenfalls zu Hause) vorgeschrieben, mit geweihter mṛttikā und Wasser samt Mantra-Formeln, die Erde und Wasser als kosmische Stützen heiligen. Es folgt eine nyāsa-ähnliche Körperverehrung durch göttliche Namen wie Keśava, Dāmodara, Nṛsiṃha, Śrīpati u.a. Danach werden vier kalaśas installiert, den vier Ozeanen gleichgesetzt, geschmückt mit Blättern, Tuch, Sandel, Deckeln sowie Sesam- und Goldbestandteilen; in der Mitte trägt ein pīṭha ein Gefäß (Gold/Silber/Kupfer/Holz; ersatzweise palāśa) mit einer goldenen Matsya-Gestalt Janārdanas. Die Verehrung schreitet mit Opfergaben und ausdrücklichem Gedenken an die Rettung der Veden fort und gipfelt in einer Nachtwache (jāgara). Am Morgen werden die vier Töpfe als Gaben an vier Brāhmaṇas gemäß Himmelsrichtungen und vedischer Zugehörigkeit überreicht, der goldene Fisch dem ācārya dargebracht; es wird vor dem Bruch der Guru-Anweisungen gewarnt, Brāhmaṇas werden gespeist, und die phalaśruti verheißt Sündenbefreiung für Ausführende, Hörende oder Rezitierende bis hin zur Befreiung (mokṣa).

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