Adhyaya 12
Vishnu KhandaMargashirsha Masa MahatmyaAdhyaya 12

Adhyaya 12

Adhyāya 12 entfaltet sich in zwei Bewegungen. Zuerst erläutert Devasharmā einen karmischen Hintergrund: In einem früheren Leben wurde Viṣṇus Dvādaśī durch die Berührung mit Daśamī (Daśamī-miśra/Daśamī-vedha) beeinträchtigt; dadurch ging angesammeltes Verdienst verloren und langes Leiden folgte – sozialer Abstieg und höllische Qualen. Danach wird die Wiedergutmachung gezeigt: durch die korrekt vollzogene Ekādaśī‑Observanz eines anderen und das Teilhaben/Übertragen von Verdienst (paradatta-puṇya), verbunden mit Gastfreundschaft (atithya) und Hingabe, wird der Betroffene gereinigt und erhoben. Im zweiten Teil erbittet der König eine formale Unterweisung, und der ṛṣi gibt das vidhi der Akhaṇḍa‑Ekādaśī. In der Daśamī‑Nacht nimmt man die Nachtmahlzeit (naktam) unter bestimmten Meidungen ein; am Ekādaśī wird gefastet und zehn Verbote werden eingehalten (z.B. wiederholtes Wassertrinken, Gewalt, Unwahrheit, Betel, Zahnstocherholz, Tagschlaf, Sexualverkehr, Glücksspiel, Spiel und Vergnügen, Nachtschlaf sowie das Gespräch mit Gefallenen – als Disziplin der Selbstzucht). Am Dvādaśī isst man einmal und vollzieht das pāraṇa bei fortgesetzten Enthaltungen. Den Höhepunkt bildet das jährliche udyāpana in der hellen Monatshälfte von Mārgaśīrṣa: Man lädt qualifizierte Brāhmaṇas und einen ācārya mit Ehefrau ein, richtet Maṇḍala und Kalaśa‑Anordnung her, installiert Lakṣmī‑Nārāyaṇa (goldenes Bild nach Vermögen), vollzieht pūjā, japa und homa (Gaben nach dem Puruṣasūkta) und schließt mit dāna (Kühe, Gefäße, Geschenke) nach der Logik des „pūrṇapātra“, wobei Aufrichtigkeit betont und finanzieller Betrug gemieden wird.

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