Adhyaya 11
Vishnu KhandaMargashirsha Masa MahatmyaAdhyaya 11

Adhyaya 11

Kapitel 11 beginnt damit, dass Brahmā um Belehrung über die Größe von Ekādaśī und den rituellen Rahmen heiliger Gelübde bittet (einschließlich Vorschriften in Bezug auf die mūrti). Śrī Bhagavān antwortet, indem er eine sündenvernichtende Erzählung einführt. Die Handlung spielt in Kāmpilya: König Vīrabāhu wird als wahrhaftig, selbstbeherrscht, im Wissen um das Brahman bewandert und Janārdana ergeben geschildert; Königin Kāntimatī erscheint als standhafte, hingebungsvolle Gefährtin. Der Weise Bhāradvāja besucht den Hof und wird nach Dharma empfangen: mit arghya, einem Sitz und ehrerbietigem Gruß. Der König legt eine Theologie der Verehrung von Vaiṣṇavas dar: Selbst eine kleine Gabe an einen Vaiṣṇava vervielfacht sich im Verdienst; ein Tag ohne die Gegenwart eines Vaiṣṇava gilt als fruchtlos. Darauf folgen scharfe normative Gegenüberstellungen: Wer Hṛṣīkeśa keine Hingabe entgegenbringt, wird getadelt, während „Harīs Tag“ über zahlreiche andere Gelübde erhoben wird. Anschließend wendet sich die Rede der Überlegenheit von Dvādaśī über andere tithis zu und zeichnet mit Vergleichen ein Reich ohne vaiṣṇavischen König als mangelhaft—wie ein Körper ohne Augen—wodurch rituelle Hingabe mit dem Wohl des Gemeinwesens verknüpft wird. Bhāradvāja segnet König und Königin und preist beständige bhakti sowie eheliche Treue. Auf die Frage nach dem Grund des Wohlstands offenbart er eine frühere Geburt: Der König war einst ein gewalttätiger, unethischer śūdra, während die Frau treu und ohne Bosheit blieb. Der karmische Wendepunkt war Mitgefühl und Gastfreundschaft gegenüber einem verirrten, durstgeplagten brāhmaṇa (Devaśarmā) im gefährlichen Wald: Wasser, Früchte, Ruhe und Hilfe zur Verehrung wurden gewährt. Das Kapitel endet, als Devaśarmā sich anschickt zu antworten und so die weitere Unterweisung über Gnade und Wandlung vorbereitet.

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