Adhyaya 10
Vishnu KhandaMargashirsha Masa MahatmyaAdhyaya 10

Adhyaya 10

Das Kapitel ist als Dialog gestaltet: Ein Fragender erkundigt sich, was nach der Darbringung des naivedya während der Mārgaśīrṣa-Observanz zu tun sei, und Bhagavān antwortet mit einer geordneten Abfolge der Nach-Naivedya-Verehrung. Dargelegt werden Anstand und weitere Gaben nach dem „Speisen“ des Herrn: duftendes Wasser für das ācamana, sodann tāmbūla, Sandel, Blumen, Spiegel und nīrājana, wodurch die pūjā ehrfürchtig vollendet wird. Darauf folgt die Lehre, die bhakti durch japa und stotra zu mehren, einschließlich der Empfehlung bestimmter mālā-Materialien, sowie Verhaltensregeln für das japa: unzerstreute Sitzhaltung, Schweigen und Selbstzucht. Auch wird ein Maßstab des Verdienstes gegeben, der das japa nach dem Ort abstuft—vom Haus über das tīrtha bis hin zur unmittelbaren göttlichen Gegenwart. Ausführlich werden die Früchte (phala) der pradakṣiṇā nach der Zahl der Umrundungen beschrieben, samt Entsprechungen zur daṇḍa-prapāta, der vollständigen Niederwerfung, und der Zusage rascher Tilgung angesammelter sittlicher Unreinheit. Eine etymologisch-theologische Notiz erklärt den Namen „Dāmodara“ im Zusammenhang mit der Begebenheit, dass Yaśodā den Herrn band. Schließlich wird die tägliche, vielfache Wiederholung von „namo dāmodarāya“ mit Abschlussriten wie tarpana, homa und der Speisung von brāhmaṇas vorgeschrieben. Den Abschluss bilden Lobpreisungen der Andachtskünste—Gesang, Instrumente, Tanz und Lesung—als wohlgefällige Opfergaben sowie die Hervorhebung der reinigenden und heilbringenden Kraft des Śālagrāma-pādodaka, das selbst in Grenzsituationen von Unreinheit und am Lebensende verwendbar ist.

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