Adhyaya 2
Vishnu KhandaBadrikashrama MahatmyaAdhyaya 2

Adhyaya 2

Dieses Kapitel ist als theologischer Frage-und-Antwort-Dialog gestaltet. Skanda erkundigt sich nach Ursprung, Schutzherren und leitender Autorität des heiligen kṣetra. Śiva antwortet, das Feld sei uranfänglich gegründet, von Hari (Viṣṇu) präsidiert und werde häufig von Nārada und anderen Weisen aufgesucht. Śiva berichtet sodann von einer Sühnebegebenheit: Nachdem er Brahmās Haupt abgetrennt hatte (Rahmen der brahmahatyā-Schuld), wandert er durch viele Welten auf der Suche nach Reinigung, doch das Zeichen der Verfehlung bleibt bestehen, bis er sich Viṣṇu nähert. Auf Weisung Haris gelangt er nach Badarī; die Schuld löst sich, das Schädelzeichen verschwindet, und Badarī wird als vorbildlicher Ort der Läuterung begründet. Das Kapitel betont ferner Śivas fortwährende tapas dort zum Wohl und zur Zufriedenheit der ṛṣi, vergleicht die Sakralität von Vārāṇasī, Śrīśaila und Kailāsa und erhebt das Badarī-darśana als befreiungsnah. Es heißt, dass dort ein liṅga in der Gestalt Kedāras (Kedāra-liṅga) eingesetzt sei; darśana, sparśa und arcana—Schauen, Berühren und Verehren—verzehren augenblicklich angesammeltes pāpa. Die Erzählung wendet sich dann Vaiśvānara (Agni) zu, der die Weisen um Befreiung von der „sarvabhakṣa“-Schuld bittet; Vyāsa weist Badarī als Zuflucht. Agni zieht nach Norden, badet, preist Nārāyaṇa in hymnischer Lehre und erhält die Zusicherung, dass schon der bloße Anblick des kṣetra die Schuld tilgt. Eine phalaśruti verheißt Segen für alle, die den Bericht in Reinheit hören oder rezitieren, gleich dem Verdienst eines Bades im Agni-tīrtha.

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