
In dieser kurzen theologischen Unterweisung weist Mārkaṇḍeya den Pilger an, zum erhabenen Heiligtum Bhārgaleśvara weiterzuziehen. Er preist Śaṅkara (Śiva) als „Lebenshauch der Welt“ und erklärt, dass schon das bloße Gedenken an Ihn Sünde vernichtet. Das Kapitel nennt zwei Früchte, die an diese Tīrtha-Stätte gebunden sind: (1) Wer dort badet und Parameśvara verehrt, erlangt den Verdienst eines Aśvamedha-Opfers; (2) wer an diesem Tīrtha das Leben hingibt (prāṇatyāga), erhält eine „anivartikā gati“, einen unwiderruflichen Gang, und gelangt ohne Zweifel nach Rudra-loka. Die Lehre ist puranisch: Hingabe, heiliger Ort und Erinnerung werden als machtvolle Wege des Heils innerhalb einer śivaitischen Soteriologie dargestellt.
Verse 1
श्रीमार्कण्डेय उवाच । ततो गच्छेद्धरापाल भार्गलेश्वरमुत्तमम् । शङ्करं जगतः प्राणं स्मृतमात्राघनाशनम्
Śrī Mārkaṇḍeya sprach: Dann, o Beschützer der Erde, soll man zum erhabenen Bhārgaleśvara gehen—Śaṅkara, der Lebenshauch der Welt—der Sünde schon beim bloßen Gedenken vernichtet.
Verse 2
तत्र तीर्थे तु यः स्नात्वा पूजयेत्परमेश्वरम् । अश्वमेधस्य यज्ञस्य फलं प्राप्नोति मानवः
Wer an jenem Tīrtha badet und Parameśvara verehrt, erlangt den Verdienst, der dem Aśvamedha-Opfer zugeschrieben wird.
Verse 3
तत्र तीर्थे तु यः कश्चित्प्राणत्यागं करिष्यति । अनिवर्तिका गतिस्तस्य रुद्रलोकादसंशयम्
Wer an jenem Tīrtha den Lebenshauch aufgibt, dessen Gang wird unwiderruflich; aus Rudras Welt gibt es keine Rückkehr, ohne Zweifel.
Verse 152
। अध्याय
„Kapitel“ — Überschrift bzw. Fragment eines Handschriftenkolophons.