Adhyaya 116
Avanti KhandaReva KhandaAdhyaya 116

Adhyaya 116

Dieses Kapitel, von Mārkaṇḍeya an einen königlichen Zuhörer gesprochen, bietet ein knappes tīrtha-māhātmya über Pāṇḍu-tīrtha. Die Darlegung ist als Folge von Vorschriften gestaltet, die bestimmte Handlungen mit klar benannten rituellen Früchten verknüpfen. Zuerst wird angewiesen, nach Pāṇḍu-tīrtha zu gehen, das als allumfassend reinigend beschrieben wird; ein Bad dort befreit von „allen Verunreinigungen und Verfehlungen“ (sarva-kilbiṣa). Sodann folgt eine ethisch-rituelle Ergänzung: Nach dem Bad soll der Geläuterte eine Goldgabe darbringen (kāñcana-dāna), wobei nachdrücklich erklärt wird, dass schwere Sünden, auch solche wie bhrūṇa-hatyā, vernichtet werden. Schließlich wird der Nutzen für Ahnenriten hervorgehoben: Durch Darbringung von piṇḍa und Wasser (piṇḍodaka-pradāna) erlangt man eine Frucht, die dem Vājapeya-Opfer gleichkommt, und die pitṛs sowie pitāmahas werden als freudig dargestellt. Insgesamt verbindet das Kapitel Pilgerfahrt, Wohltätigkeit und Ahnenpflichten zu einem einzigen heilsamen Weg, der an diesem benannten heiligen Ort verankert ist.

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