
The Greatness of Kāliṇdī (Sacred River/Tīrtha Greatness)
Im 209. Kapitel des Uttara-Khaṇḍa fragt Yudhiṣṭhira den Saubhari nach einem tīrtha, dessen Größe Nārada gelehrt habe. Saubhari antwortet mit einer verschachtelten Erzählung: Nachdem König Śibi von der Herrlichkeit Dvārakās gehört hat, befragt er Nārada, und der Weise führt eine sündenvernichtende Begebenheit ein, die sich nahe der Candrabhāgā ereignet. Dort ermordet der verbrecherische Barbier Caṇḍaka beim Diebstahl den tugendhaften Brāhmaṇa Mukunda. Im Sterben deutet Mukunda das Geschehen als Reifung des Karma, nicht bloß als Tat eines anderen. Im Haus brechen Klagen aus; Mutter und Gattin beweinen ihn. Da erscheint der Lehrer Vedāyana und unterweist sie in der Unterscheidung von Körper und ātman, den er als jenseits der Sinne, ungeboren und unsterblich beschreibt. Am Ende steht das māhātmya: Durch die Gnade von Kośalā/Kāliṇdī können selbst schwere Sünder himmlische Zustände erlangen—so verbindet sich tīrtha-Verdienst mit innerer Loslösung.
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