
Glorification of the Greatness of Devotion to Viṣṇu (Bhakti-Māhātmya)
Dieses Kapitel bestimmt „höchste Hingabe“ als völlige Sammlung des Geistes im Herrn, verbunden mit Mitgefühl und Rechtschaffenheit, wie sie von Viṣṇu gelehrt werden. Es ordnet die Bhakti den drei Guṇas zu — sāttvika (die höchste), rājasī (mittlere) und tāmasī (niedrigste) — und warnt, dass Übungen, die von Ego, Heuchelei, Neid, Betrug, Ruhmsucht, Sinnesgier oder dem Schädigen anderer getragen sind, die Hingabe in tamas herabsinken lassen. Rājasische Verehrung wird als bildbezogene Anbetung mit einem Gefühl der Getrenntheit beschrieben, die dazu dient, karmische Rückstände zu erschöpfen. Sāttvika Hingabe hingegen ist die vollständige Darbringung von Geist und Erkenntnis an Viṣṇu und der beständige Dienst an Hari. Zugleich zieht der Text eine scharfe Grenze: Ritualisten, die Viṣṇu und Seine Verehrer schmähen, gelten als außerhalb des vedischen Dharma stehend. Die Verehrer Govindas dagegen empfangen kosmisches und gesellschaftliches Heil: die Götter sind zufrieden, Hindernisse schwinden, Lakṣmī weilt bei ihnen, und die großen Tīrthas sollen in ihrem eigenen Leib wohnen; schließlich heißt es, dass innige Bhakti Befreiung verleiht, unabhängig von der Varṇa.
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