
Praise of the Aśvattha and Vaṭa (Sacred Fig and Banyan)
Dieses Kapitel (PP.6.115) beschließt die Unterweisung zum Kārttika-māhātmya, indem es fünf wesentliche Observanzen festlegt: Harijāgara (nächtliche Vigil), Bad im Morgengrauen, tulasī-sevā, udyāpana (abschließender Ritus) und das Darbringen von Lampen. Es heißt, dass dadurch das Kārttika-Gelübde vollendet wird und sowohl bhukti (weltliche Wohlfahrt) als auch mukti (Befreiung) gewährt. Zugleich lehrt der Text das rechte Handeln in Notlagen: bei Krankheit, Wassermangel oder unfreiwilliger Abwesenheit kann das Gelübde durch nāma-smaraṇa (Gedenken des Namens) bewahrt werden, und die Praxis darf in jedem Tempel, an der Wurzel der Aśvattha oder in einem Tulasī-Hain erfolgen. Verdienste zu teilen wird durch Gesang, Tanz, Stiftung und Unterstützung des Ritus gepriesen, ja sogar durch bloßes Lob oder das Anschauen der Feier. Der Dienst an Aśvattha und Vaṭa (Banyan) gilt als Erfüllung des Gelübdes, da sie mit Viṣṇu und Rudra identifiziert werden (und der Palāśa mit Brahmā). Ein eingewobener Mythos erzählt von Pārvatīs Fluch—ausgelöst durch göttliche Einmischung mittels Agni—durch den die Devas zu Bäumen werden; so wird die rituelle Ökologie in der purāṇischen Theodizee verankert.
No shlokas available for this adhyaya yet.