Mahabharata Adhyaya 71
Vana ParvaAdhyaya 7138 Verses

Adhyaya 71

Rathaghoṣa–Saṃjñāna: Damayantī’s Inference and the Dispatch of the Envoy (Āraṇyaka-parva, Adhyāya 71)

Upa-parva: Nala–Damayantī Upākhyāna (Episode of Nala and Damayantī)

Bṛhadaśva narrates Ṛtuperṇa’s arrival at Kuṇḍina in the evening, his chariot resounding through the city as he enters at Bhīma’s summons. The horses and even animals in palace precincts react to the familiar chariot-sound, creating a sensory field of recognition. Damayantī hears the deep ratha-nirghoṣa and experiences a surge of hope, interpreting the sound as characteristic of Nala; she articulates her emotional and ethical steadfastness, recalling Nala’s virtues and expressing the extremity of her longing if reunion fails. She ascends the palace, sees Ṛtuperṇa accompanied by Vārṣṇeya and Bāhuka, and notes the absence of Nala in plain view. Bhīma hosts Ṛtuperṇa with formal honor while privately questioning the plausibility of the visit’s stated purpose. After Ṛtuperṇa is lodged, Bāhuka attends to the horses with technical care. Damayantī, reasoning that either Vārṣṇeya transmitted Nala’s charioteering knowledge or that Ṛtuperṇa resembles Nala in skill, resolves to verify the truth indirectly and dispatches a dūtī to search for and ascertain Nala’s presence.

Chapter Arc: Vidarbha se Damayanti ke “punah svayamvara” ka sandesh aata hai—Raja Ritupurna turant chalne ko vyakul ho uthta hai aur apne sarathi Bahuka (gupt roop me Nala) se ek hi din me pahunchne ki asambhav si yatra ka prashn karta hai। → Ritupurna Bahuka ki ashva-vidya par bharosa jataata hai, par uski maang kathor hai—“ekahna” (ek din) me Vidarbha. Bahuka ke hriday me Damayanti ka naam sunte hi dukh aur udveg ka toofan uthta hai; vah apne bhav chhupa kar yatra ke liye taiyar hota hai. Vashneya (Ritupurna ka sarathi) Bahuka ko dekh-kar uski aayu aur deh-yaashti ko Nala se milata hua, par roop-viparyay se bhramit hota hai aur man-hi-man vichar karta hai ki yah kaun hai। → Bahuka swayam rashmiyan (bagdor) sambhal kar rath ko ati-veg se daudata hai; uski ekagrata, utsah aur ghodon par adbhut niyantran dekh Ritupurna aur Vashneya vismit-anandit ho uthte hain. Isi kshan Bahuka ki asadharan kshamata uski asli pehchan ki chhaya ban kar ubhar aati hai—Vashneya ke sandeh ko bal milta hai aur Ritupurna ko apne lakshya ki siddhi nikat dikhai deti hai। → Ritupurna Bahuka ki hayagyaata par prasann hota hai; yatra ka sankalp dridh hota hai aur rath Vidarbha ki or bijli ki tarah badh chalta hai. Bahuka (Nala) apne antar-vedana ko niyantrit kar, Damayanti tak pahunchne ke liye apni kala ko shastra ki tarah prayog karta hai। → Ati-veg yatra ke beech Vashneya ka sandeh gehraata hai—kya yah Bahuka vastav me Nala hai? aur kya Damayanti ka “svayamvara” satya hai ya koi pariksha/upaay?

Shlokas

Verse 1

/ हि न हुक है एकसप्ततितमो<्ध्याय: राजा ऋतुपर्णका विदर्भदेशको प्रस्थान

Bṛhadaśva sprach: Als König Ṛtupārṇa—Herr der Menschen—die Worte Sudevas vernommen hatte, wandte er sich an Bāhuka. Mit sanfter, doch scharfsinniger Stimme suchte er ihn zu beruhigen, in einer Weise, die den Geist besänftigen und festigen sollte. Die Szene hebt königliche Haltung hervor: Ein Herrscher begegnet beunruhigender Kunde nicht mit Hast, sondern mit abgewogener Rede, die Fassung zurückgibt und das Dharma im Handeln wahrt.

Verse 2

विदर्भान्‌ यातुमिच्छामि दमयन्त्या: स्वयंवरम्‌ । एकाह्ला हयतत्त्वज्ञ मन्यसे यदि बाहुक

„Ich wünsche nach Vidarbha zu reisen, zur Svayaṃvara Damayantīs. O Bāhuka, du kennst das Wesen der Pferdekunde; wenn du meinem Wunsch zustimmst, meinst du, wir könnten die Hauptstadt in nur einem Tag erreichen?“

Verse 3

एवमुक्तस्य कौन्तेय तेन राज्ञा नलस्य ह । व्यदीर्यत मनो दुःखात्‌ प्रदध्यौ च महामना:

O Sohn der Kuntī, als König Ṛtupārṇa so gesprochen hatte, wurde das Herz König Nalas von Kummer zerrissen. Der großgesinnte Nala versank darauf lange in tiefer Betrachtung—sein innerer Kampf zeigte, wie Trauer den Geist spalten kann und ihn doch zu ernstem, suchendem Denken treibt statt zu übereiltem Handeln.

Verse 4

दमयन्ती वदेदेतत्‌ कुर्याद्‌ दुःखेन मोहिता । अस्मदर्थ भवेद्‌ वायमुपायश्चिन्तितो महान्‌

Er dachte bei sich: „Könnte Damayantī so etwas sagen? Oder würde sie, vom Schmerz betört, zu einer solchen Tat schreiten? Oder hat sie etwa um meinetwillen diesen großen Plan ersonnen, um mich wiederzufinden?“

Verse 5

नृशंसं बत वैदर्भी भर्तृकामा तपस्विनी । मया क्षुद्रेण निकृता कृपणा पापबुद्धिना

Bṛhadaśva sprach: „Weh! Welch grausamen Weg hat die Prinzessin von Vidarbha—ihrem Gemahl ergeben und der Askese verpflichtet—einschlagen müssen! Von mir betrogen, einem kleinlichen Menschen mit sündigem Sinn, ist diese arme Frau Unrecht erlitten.“

Verse 6

स्त्रीस्वभावश्वलो लोके मम दोषश्नल दारुण: । स्यादेवमपि कुर्यात्‌ सा विवासाद्‌ गतसौहदा

Bṛhadaśva sprach: „In dieser Welt gilt das Wesen der Frau als wankelmütig; und meine eigene Schuld ist wahrlich schwer. Vielleicht ist durch mein langes Fernbleiben ihre innige Zuneigung erloschen — darum könnte sie sogar zu einer so harten Tat schreiten.“

Verse 7

मम शोकेन संविग्ना नैराश्यात्‌ तनुमध्यमा । नैवं सा कर्हिचित्‌ कुर्यात्‌ सापत्या च विशेषत:

Bṛhadaśva sprach: „Jene schlanktaillige Frau muss durch meinen Kummer zutiefst erschüttert worden sein; und als die Hoffnung schwand, mich je wiederzusehen, mag ihr ein solcher Gedanke gekommen sein. Doch mein Herz sagt mir, dass sie so etwas niemals tun würde — zumal sie Mutter ist. Auch darum darf man dies nicht von ihr erwarten.“

Verse 8

यदत्र सत्यं वासत्यं गत्वा वेत्स्यामि निश्चयम्‌ । ऋतुपर्णस्य वै काममात्मार्थ च करोम्यहम्‌

„Ob das hier Gesagte wahr oder unwahr ist, werde ich erst gewiss wissen, wenn ich dorthin gehe. Darum werde ich auch um meines eigenen Zieles willen die Bitte König Ṛtuparṇas erfüllen.“

Verse 9

इति निश्चित्य मनसा बाहुको दीनमानस: । कृताञ्जलिर्वाचेदमृतुपर्ण जनाधिपम्‌

So fasste er den Entschluss in seinem Herzen; und Bāhuka — von Kummer niedergedrückt — legte ehrerbietig die Hände zusammen und sprach zu König Ṛtuparṇa, dem Herrn der Menschen: „O Herrscher der Menschen, bester der Helden! Ich habe deinen Befehl vernommen. Ich gelobe dir: Binnen eines einzigen Tages werde ich mit dir die Hauptstadt von Vidarbha erreichen.“

Verse 10

प्रतिजानामि ते वाक्‍्यं गमिष्यामि नराधिप । एकाह्वा पुरुषव्यात्र विदर्भनगरीं नूप

Bṛhadaśva sprach: „O Herr der Menschen, ich nehme dein Wort an. O Tiger unter den Menschen, o König, ich gelobe: Binnen eines einzigen Tages werde ich zur Stadt Vidarbha aufbrechen und sie erreichen.“

Verse 11

ततः परीक्षामश्चानां चक्रे राजन्‌ स बाहुक: । अश्वशालामुपागम्य भाज़सुरिनृपाज्ञया,युधिष्ठिर! तदनन्तर बाहुकने अश्वशालामें जाकर राजा ऋतुपर्णकी आज्ञासे अश्वोंकी परीक्षा की

Daraufhin, o König, machte sich Bāhuka daran, die Pferde zu prüfen. Er begab sich in die königlichen Stallungen und besichtigte sie im Gehorsam gegenüber dem Befehl König Ṛtupārṇas—so, Yudhiṣṭhira, erfüllte er seine Pflicht unverzüglich und ohne Zurschaustellung und zeigte die Disziplin des Dienens und die Ethik treuer Ausführung des anvertrauten Werkes.

Verse 12

स त्वर्यमाणो बहुश ऋतुपर्णेन बाहुकः । अश्वाज्जिज्ञासमानो वै विचार्य च पुन: पुनः । अध्यगच्छत्‌ कृशानश्चान्‌ समर्थानध्वनि क्षमान्‌

Von Ṛtuparṇa immer wieder angetrieben, beeilte sich Bāhuka. Um die Pferde zu beurteilen, prüfte er sie wieder und wieder und wählte jene aus, die, obgleich sie mager erschienen, in Wahrheit tauglich waren—stark genug, den Weg zu ertragen und die Reise zu vollenden.

Verse 13

तेजोबलसमायुक्तान्‌ कुलशीलसमन्वितान्‌ । वर्जिताल्लक्षणैहीनि: पृथुप्रोथान्‌ महाहनून्‌

Bṛhadaśva sprach: „Sie waren mit Glanz und Kraft begabt und zeichneten sich durch edle Abstammung und gutes Betragen aus. In ihnen fehlten jegliche unheilvollen Zeichen. Breitnasig und mit mächtigen Kiefern wirkten sie robust und furchterregend.“

Verse 14

शूद्धान्‌ दशभिरावर्ते: सिन्धुजान्‌ वातरंहस: । दृष्टवा तानब्रवीद्‌ राजा किंचित्‌ कोपसमन्वित:

Bṛhadaśva sprach: Als der König jene aus dem Sindhu-Land stammenden, windgleichen, schnellen Pferde sah—makellos und mit zehn Wirbeln gezeichnet—sprach er, von einem leichten Zorn erfasst, über sie.

Verse 15

किमिदं प्रार्थितं कर्तु प्रलब्धव्या न ते वयम्‌ । कथमल्पबलप्राणा वक्ष्यन्तीमे हया मम । महदध्वानमपि च गन्तव्यं कथमीदृशै:

Bṛhadaśva sprach: „Ist das, was man dich zu tun bat? Wir dürfen uns von dir nicht täuschen lassen. Wie sollen mich diese Pferde von geringer Kraft und Lebenskraft tragen? Und wie soll eine große Reise mit solchen Tieren unternommen werden—wie soll ein Wagen mit solchen Pferden so weit gelangen?“

Verse 16

बाहुक उवाच एको ललाटे द्वौ मूर्थ्नि द्वौ द्वौ पाश्चोपपार्श्चयो: । दौ दौ वक्षसि विज्ञेयौ प्रयाणे चैक एव तु

Bāhuka sprach: „O König, ein Wirbel ist an der Stirn zu erkennen; zwei am Kopf; zwei an den Flanken und ebenso zwei an den Bereichen neben den Flanken; zwei an jeder Seite der Brust; und einer am Rücken. Erkennt man diese zwölf Wirbel, so soll man ein solches Pferd an den Wagen anschirren.“

Verse 17

एते हया गमिष्यन्ति विदर्भान्‌ नात्र संशय: । यानन्यान्‌ मन्यसे राजन्‌ ब्रूहि तान्‌ योजयामि ते

Bāhuka sprach: „Diese Pferde werden Vidarbha gewiss erreichen; daran besteht kein Zweifel. O König, hältst du andere Pferde für geeigneter, so sprich es aus; jene werde ich vor deinen Wagen spannen.“

Verse 18

ऋचुपर्ण उवाच त्वमेव हयतत्त्वज्ञ: कुशलो हासि बाहुक | यान्‌ मन्यसे समर्थास्त्वं क्षिप्रं तानेव योजय

R̥tuparṇa sprach: „Bāhuka, nur du verstehst wahrhaft die Grundsätze der Pferde und bist in dieser Kunst geübt. Darum spanne ohne Zögern nur jene an, die du für diese Aufgabe für tauglich hältst.“

Verse 19

ततः सददश्वांश्वतुर: कुलशीलसमन्वितान्‌ | योजयामास कुशलो जवयुक्तान्‌ रथे नल:,तब चतुर एवं कुशल राजा नलने अच्छी जाति और उत्तम स्वभावके चार वेगशाली घोड़ोंको रथमें जोता

Da erblickte er vier schnelle Pferde, von guter Abstammung und edlem Wesen. Nala, kundig in solcher Arbeit, schirrte jene auf Schnelligkeit abgerichteten Pferde an den Wagen.

Verse 20

ततो युक्त रथं राजा समारोहत्‌ त्वरान्वित: । अथ पर्यपतन्‌ भूमौ जानुभिस्ते हयोत्तमा:

Darauf bestieg König R̥tuparṇa, von großer Eile getrieben, den bereits angeschirrten Wagen. Kaum war er aufgestiegen, sanken jene vortrefflichen Pferde auf die Knie und fielen zur Erde.

Verse 21

ततो नरवर: श्रीमान्‌ नलो राजा विशाम्पते । सान्त्वयामास तानश्वांस्तेजोबलसमन्वितान्‌,युधिष्ठिर! तब नरश्रेष्ठ श्रीमान्‌ राजा नलने तेज और बलसे सम्पन्न उन घोड़ोंको पुचकारा

Da besänftigte der ruhmreiche König Nala, der Beste unter den Menschen und Herr seines Volkes, jene Pferde, die von Glanzkraft und Stärke erfüllt waren—o Yudhiṣṭhira.

Verse 22

रश्मिभिश्न समुद्यम्य नलो यातुमियेष स: । सूतमारोप्य वा्ष्णेयं जवमास्थाय वै परम्‌

Ṛtupārṇa sprach: „Nala ergriff die Zügel fest in seinen Händen, brachte die Pferde unter Kontrolle und beschloss aufzubrechen. Er ließ Vārṣṇeya, den Wagenlenker, auf den Wagen steigen, trieb das Gespann zur äußersten Geschwindigkeit und fuhr dahin. Jene vortrefflichen Rosse, von Bāhuka (Nala in Verkleidung) nach rechter Kunst und Ordnung gelenkt, stürmten so schnell voran, dass sie den Wagenlenker zu betören schienen, als flögen sie durch den Himmel.“

Verse 23

ते चोद्यमाना विधिवद्‌ बाहुकेन हयोत्तमा: । समुत्पेतुरथाकाशं रथिनं मोहयजन्निव

Von Bāhuka nach rechter Kunst angetrieben und gelenkt, stürmten jene besten Rosse mit so gezügelter, geschulter Schnelligkeit dahin, dass sie zu springen schienen bis in den Himmel, als wollten sie den Wagenlenker durch ihre eigene Hast betören.

Verse 24

तथा तु दृष्टवा तानश्वान्‌ वहतो वातरंहस: । अयोध्याधिपति: श्रीमान्‌ विस्मयं परमं ययौ,उस प्रकार वायुके समान वेगसे रथका वहन करनेवाले उन अश्वोंको देखकर श्रीमान्‌ अयोध्यानरेशको बड़ा विस्मय हुआ

Als der ruhmreiche Herr von Ayodhyā sah, wie jene Pferde den Wagen mit Windesschnelle zogen, geriet er in höchstes Staunen.

Verse 25

रथघोषं तु त॑ श्रुत्वा हयसंग्रहणं च तत्‌ । वार्ष्णेयश्चिन्तयामास बाहुकस्य हयज्ञताम्‌

Als Vārṣṇeya das Dröhnen des Wagens hörte und jene Kunst sah, die Pferde zu zügeln und zu beherrschen, begann er über Bāhukas Meisterschaft in der Pferdekunde nachzusinnen.

Verse 26

कि नु स्यान्मातलिरयं देवराजस्य सारथि: । तथा तल्लक्षणं वीरे बाहुके दृश्यते महत्‌

Ṛtūparṇa sprach: „Könnte dieser Mann Mātali sein, der Wagenlenker des Götterkönigs? Denn an diesem Helden Bāhuka erkenne ich dieselben großen Kennzeichen.“

Verse 27

शालिहोत्रो5थ किं नु स्याद्धयानां कुलतत्त्ववित्‌ मानुषं समनुप्राप्तो वपु: परमशोभनम्‌

Ṛtūparṇa sprach: „Oder ist es Śālihotra — der Kenner der Pferde, ihrer Linien und ihrer wahren Merkmale — der in einer überaus schönen Menschengestalt hierher gelangt ist?“

Verse 28

उताहोस्विद्‌ भवेद्‌ राजा नल: परपुरंजय: । सो<यं नृपतिरायात इत्येवं समचिन्तयत्‌

Ṛtūparṇa sprach: „Oder ist es etwa König Nala, der Bezwinger feindlicher Städte? Gewiss, dieser Herrscher selbst ist gekommen.“ So begann er nachzusinnen und zu erwägen — in dem Verdacht, der Mann vor ihm könne Nala in Verkleidung sein.

Verse 29

अथ चेह नलो विद्यां वेत्ति तामेव बाहुक: । तुल्यं हि लक्षये ज्ञानं बाहुकस्य नलस्य च

Ṛtūparṇa sprach: „Wenn König Nala in dieser Welt eine Kunst beherrscht, dann beherrscht Bāhuka eben diese Kunst. Denn ich erkenne, dass das Wissen Bāhukas und Nalas gleich ist.“

Verse 30

अपि चेदं वयस्तुल्यं बाहुकस्य नलस्य च । नायं नलो महावीर्यस्तद्विद्यक्ष भविष्यति

Ṛtūparṇa sprach: „Zudem scheint das Alter Bāhukas und Nalas gleich zu sein. Wenn dies nicht Nala ist, jener Held von großer Kraft, dann muss es ein anderer großer Mann sein — ebenso kundig und gelehrt.“

Verse 31

प्रच्छन्ना हि महात्मानश्वरन्ति पृथिवीमिमाम्‌ । दैवेन विधिना युक्ता: शास्त्रोक्तैश्न निरूपणै:

Viele großgesinnte Menschen, in einer verborgenen Gestalt, wandeln über diese Erde—geleitet von göttlicher Ordnung und gezügelt durch die Vorschriften und Regeln, wie sie in den Śāstras (śāstra) gelehrt werden. Das Wort deutet an, dass wahre Tugend in bescheidener oder verhüllter Form erscheinen kann; darum soll man anderen mit Ehrfurcht und sittlicher Vorsicht begegnen, denn die Gerechten mögen nahe sein, ohne erkannt zu werden.

Verse 32

भवेन्न मतिभेदो मे गात्रवैरूप्यतां प्रति । प्रमाणात्‌ परिहीनस्तु भवेदिति मतिर्मम

Ṛtuparṇa sprach: „Mein Urteil gerät nicht allein wegen der Entstellung seines Körpers in Zweifel; daraus allein schließe ich nicht, dass er nicht Nala sei. Doch im Vergleich zu der bekannten Statur und Fülle König Nalas wirkt er etwas vermindert und schmächtiger; darum kommt mir der Gedanke, es sei möglich, dass er nicht Nala ist.“

Verse 33

वय:प्रमाणं तत्तुल्यं रूपेण तु विपर्यय: । नल॑ सर्वगुणैर्युक्ते मन्‍्ये बाहुकमन्ततः

Ṛtuparṇa sprach: „An Alter und Maß ist er ihm gleich, doch im äußeren Anblick liegt eine Umkehrung—ein Unterschied. Dennoch gelange ich, nachdem ich alles erwogen habe, zu diesem Schluss: Nach meinem Urteil ist Bāhuka niemand anders als König Nala, mit allen Tugenden ausgestattet.“

Verse 34

एवं विचार्य बहुशो वार्ष्णेय: पर्यचिन्तयत्‌ । हृदयेन महाराज पुण्यश्लोकस्य सारथि:

So erwog Vārṣṇeya—der Wagenlenker des tugendberühmten Königs Nala—dies immer wieder, o großer König, sann tief in seinem Herzen nach und gelangte innerlich zu einem festen Entschluss.

Verse 35

ऋतुपर्णश्व राजेन्द्रो बाहुकस्य हयज्ञताम्‌ | चिन्तयन्‌ मुमुदे राजा सहवाष्णेयसारथि:,महाराज ऋतुपर्ण भी बाहुकके अश्वसंचालन-विषयक ज्ञानपर विचार करके वार्ष्णेय सारथिके साथ बहुत प्रसन्न हुए

König Ṛtuparṇa, der Beste unter den Königen, dachte über Bāhukas Kenntnis der Pferde und seine Kunst im Lenken nach; und in Begleitung seines Wagenlenkers Vārṣṇeya wurde der König von großer Freude erfüllt.

Verse 36

ऐकाग्रयं च तथोत्साहं हयसंग्रहणं च तत्‌ । परं यत्नं च सम्प्रेक्ष्य परां मुदमवाप ह,उसकी वह एकाग्रता, वह उत्साह, घोड़ोंको काबूमें रखनेकी वह कला और वह उत्तम प्रयत्न देखकर उन्हें बड़ी प्रसन्नता प्राप्त हुई

R̥tuparṇa sprach: Als er seine einpünktige Sammlung, seinen feurigen Entschluss, seine Kunst, die Pferde zu zügeln und zu lenken, und seine außergewöhnliche Anstrengung sah, erfüllte ihn große Freude.

Verse 70

इस प्रकार श्रीमह्याभारत वनपर्वके अन्तर्गत नलोपाख्यानपर्वमें दमयन्तीके पुनः स्वयंवरकी चचसि सम्बन्ध रखनेवाला सत्तरवाँ अध्याय पूरा हुआ

So endet das siebzigste Kapitel der Nala-Erzählung innerhalb des Vana Parva der heiligen Mahābhārata, betreffend die Begebenheiten um Damayantīs zweite Svayaṃvara.

Verse 73

इति श्रीमहाभारते वनपर्वणि नलोपाख्यानपर्वणि ऋतुपर्णविदर्भगमने एकसप्ततितमो<ध्याय:

So endet im Śrī Mahābhārata, im Vana Parva, im Abschnitt Nalopākhyāna, in der Episode von R̥tuparṇas Reise nach Vidarbha, das einundsiebzigste Kapitel.

Frequently Asked Questions

Damayantī must balance urgent personal longing with ethical restraint: whether to act immediately on a powerful sign (the chariot-sound) or to proceed through verification and proper channels to avoid error, scandal, or misrecognition.

The chapter foregrounds disciplined inference and procedural prudence: strong affect may initiate inquiry, but reliable knowledge is pursued through corroboration (messengers, observation of conduct, and skilled signs) within social norms.

No explicit phalaśruti is stated in this passage; its meta-function is narrative-ethical, illustrating how recognition and reunion are approached through lawful method, patience, and evidentiary reasoning within the epic’s broader discourse on dharma.

Read Mahabharata in the Vedapath app

Scan the QR code to open this directly in the app, with audio, word-by-word meanings, and more.

Continue reading in the Vedapath app

Open in App