Mahabharata Adhyaya 194
Drona ParvaAdhyaya 194107 Versesद्रोण के मारे जाने पर कौरव पक्ष का मनोबल ढहता है; पाण्डव पक्ष तीव्र वेग से दबाव बनाकर सेना को चीर देता है।

Adhyaya 194

Chapter Arc: रणभूमि में शस्त्र-विद्या का सूक्ष्म विधान उद्घाटित होता है—तलवार के मण्डलाकार भ्रमण ‘भ्रान्त’ और बाँह ऊपर उठाकर वही चक्र ‘उदश्रान्त’ कहलाता है; इसी कौशल-प्रदर्शन के बीच युद्ध का रुख अचानक सात्यकि की ओर मुड़ता है। → कृपाचार्य, कर्ण और धृतराष्ट्र-पुत्र तीव्रता से शैनेय सात्यकि पर टूट पड़ते हैं, उसे तीक्ष्ण बाणों से विनिघ्न करने का प्रयत्न करते हैं। उधर युधिष्ठिर, भीम, नकुल-सहदेव सात्यकि को घेरकर रक्षा-चक्र बनाते हैं; रण में रथों की भिड़न्त, शर-वर्षा और व्यूह-प्रतिव्यूह से तनाव बढ़ता जाता है। → द्रोणाचार्य के वध का समाचार/दृश्य युद्ध-हृदय को चीर देता है—‘तथागत’ (गति को प्राप्त) द्रोण को धृष्टद्युम्न के वश गया देख मनुष्य और अमानुष दोनों ‘हाहा’ कर उठते हैं; द्रोण अंतिम क्षण में ‘ॐ’ एकाक्षर ब्रह्म का स्मरण कर परम प्रभु में मन स्थिर करते हैं। → द्रोण के गिरते ही कौरव-सैन्य का उत्साह टूटता है; पाण्डव-सेना वेग से आक्रमण कर उसे चीर देती है। कौरव योद्धा पराजय और परलोक-भय—दोनों से विचलित होकर धैर्य खो बैठते हैं। विजय-उन्माद में भीम और धृष्टद्युम्न रण-मध्य में परस्पर आलिंगन कर नृत्य करते हैं। → द्रोण के पतन से युद्ध का नेतृत्व-शून्य क्षण बनता है—कौरव पक्ष किसके हाथ में ध्वजा सौंपेगा और प्रतिशोध की अग्नि किस रूप में फूटेगी?

Shlokas

Verse 1

नील (0) आप +औअस+- + तलवारको मण्डलाकार घुमाना 'भ्रान्त' कहलाता है। वही कार्य बाँह ऊपर उठाकर किया जाय तो उसे 'उदश्रान्त' कहा गया है। अपने चारों ओर तलवारको घुमाया जाय तो उसे “आविद्ध' कहते हैं। ये तीन कार्य शत्रुके चलाये हुए शस्त्रका निवारण करनेके लिये किये जाते हैं

Sañjaya sprach: „O König, als Duryodhana und die übrigen Kaurava-Krieger jene Tat des Sātvata (Sātyaki) sahen, entbrannten sie vor Zorn und hielten den Sohn Śinis (Sātyaki) ohne Mühe auf, indem sie ihn von allen Seiten umringten.“

Verse 2

कृपकर्णो च समरे पुत्राश्न तव मारिष । शैनेयं त्वरयाभ्येत्य विनिघ्नन्‌ निशितै: शरै:,मान्यवर! समरांगणमें कृपाचार्य, कर्ण और आपके पुत्र तुरंत ही सात्यकिके पास पहुँचकर उन्हें पैने बाणोंसे घायल करने लगे

Sañjaya sprach: „O Ehrwürdiger, mitten im Kampf stürmten Kr̥pa und Karṇa zusammen mit deinen Söhnen eilends auf Śaineya (Sātyaki) zu und begannen, ihn mit scharfen Pfeilen zu treffen.“

Verse 3

युधिष्ठिरस्ततो राजा माद्रीपुत्रौ च पाण्डवौ । भीमसेनश्न बलवान्‌ सात्यकिं पर्यवारयन्‌,तब राजा युधिष्ठिर, पाण्डुकुमार नकुल-सहदेव तथा बलवान्‌ भीमसेनने सात्यकिकी रक्षाके लिये उन्हें अपने बीचमें कर लिया

Sañjaya sprach: „Daraufhin bildeten König Yudhiṣṭhira, die beiden Pāṇḍava-Söhne Mādrīs und der mächtige Bhīmasena einen schützenden Ring um Sātyaki.“

Verse 4

कर्णशक्षु शरवर्षेण गौतमश्न महारथ: । दुर्योधनादयस्ते च शैनेयं पर्यवारयन्‌,कर्ण, महारथी कृपाचार्य और दुर्योधन आदिने बाणोंकी वर्षा करके चारों ओरसे सात्यकिको अवरुद्ध कर दिया

Sañjaya sprach: „Karṇa, der große Wagenkämpfer Kr̥pācārya aus Gautamas Linie, und Duryodhana mit seinen Gefolgsleuten überschütteten Śaineya (Sātyaki) mit Pfeilsalven und schnürten ihn von allen Seiten ein.“

Verse 5

तां वृष्टिं सहसा राजन्नुत्थितां घोररूपिणीम्‌ । वारयामास शैनेयो योधयंस्तान्‌ महारथान्‌

Sañjaya sprach: „O König, als jener schreckliche Pfeilhagel plötzlich aufstieg, hielt Śaineya Sātyaki ihn, während er gegen jene großen Wagenkämpfer focht, sogleich mit seinen eigenen Waffen auf.“

Verse 6

तेषामस्त्राणि दिव्यानि संहितानि महात्मनाम्‌ । वारयामास विधिवद्‌ दिव्यैरस्त्रैमहामृथे

Sañjaya sprach: In jener großen Schlacht wehrte er die himmlischen Geschosse ab, die jene hochgesinnten Helden entsandt hatten, und setzte dabei himmlische Waffen nach rechter Vorschrift ein. Das Bild macht deutlich: Selbst mitten im Gemetzel bemisst sich Meisterschaft nicht nur an Macht, sondern an Disziplin und rechtmäßigem Gebrauch der Gewalt.

Verse 7

क्रूरमायोधनं जज्ञे तस्मिन्‌ राजसमागमे । रुद्रस्येव हि क्रुद्धस्य निघ्नतस्तान्‌ पशून्‌ पुरा

Sañjaya sprach: Als die Könige zusammenkamen und der Zusammenstoß entbrannte, wurde jenes Schlachtfeld zum Schauplatz erbarmungslosen Kampfes. Es glich der uralten Verwüstung, als der zornige Rudra in Wut die Lebewesen niederschlug — ein Bild mitleidlosen Gemetzels, das jede Zügelung überrollte.

Verse 8

हस्तानामुत्तमाड़ानां कार्मुकाणां च भारत । छत्राणां चापविद्धानां चामराणां च संचयै:

Sañjaya sprach: „O Bhārata, dort lagen Haufen und Berge abgetrennter Hände, prächtiger Bögen und weggeworfener Schirme, dazu Büschel von chāmara (Yakschwanz-Fächer) — deutliche Zeichen der zermalmenden Gewalt der Schlacht und des jähen Sturzes königlicher Würde mitten im Gemetzel.“

Verse 9

राशय: सम व्यदृश्यन्त तत्र तत्र रणाजिरे । भारत! कटकर गिरे हुए हाथों, मस्तकों, धनुषों, छत्रों और चँँवरोंके संग्रहोंसे उस समरांगणके विभिन्न प्रदेशोंमें उक्त वस्तुओंके ढेर-के-ढेर दिखायी दे रहे थे ।।

Sañjaya sprach: O Bhārata, hier und dort über das Schlachtfeld hinweg waren Haufen zu sehen — Berge aus gefallenen Händen und abgetrennten Köpfen, dazu zusammengetragene Bögen, Schirme und chāmara (Yakschwanz-Fächer). In vielen Teilen jener Kriegsarena lagen selbst Wagen mit gebrochenen Rädern umgestürzt, ihre großen Feldzeichen niedergeworfen — ein Zeugnis des schrecklichen Preises und der Unordnung, die Gewalt hervorbringt.

Verse 10

बाणपातनिकृत्तास्तु योधास्ते कुरुसत्तम

Sañjaya sprach: „O Bester der Kurus, jene Krieger wurden von einem Pfeilhagel niedergestreckt.“

Verse 11

वर्तमाने तथा युद्धे घोरे देवासुरोपमे

Als jene schreckliche Schlacht im Gange war—gleich dem urzeitlichen Zusammenprall von Göttern und Asuras—zeichnet Sañjaya die Szene als einen Konflikt von kosmischem Ausmaß und betont die furchterregende Heftigkeit und die moralische Schwere des Krieges, wenn er solche Extreme erreicht.

Verse 12

अब्रवीत क्षत्रियांस्तत्र धर्मराजो युधिष्ठिर: । अभिद्रवत संयत्ता: कुम्भयोनिं महारथा:

Sañjaya sprach: Dort wandte sich König Yudhiṣṭhira—Wahrer des Dharma—an die versammelten Kṣatriya-Krieger: „Stürmt vor, voll gerüstet, gegen Kumbhayoni (Droṇa)!“ So trieb er die großen Wagenkämpfer zum Vorrücken an und stellte den Schlachtbefehl als pflichtgebundene Tat im harten Zwang des Krieges dar.

Verse 13

देवासुर-संग्रामके समान जब वह घोर युद्ध चल रहा था, उस समय धर्मराज युधिष्ठिरने अपने पक्षके क्षत्रिय योद्धाओंसे इस प्रकार कहा--“महारथियो! तुम सब लोग पूर्णतः सावधान होकर द्रोणाचार्यपर धावा करो ।।

Sañjaya sprach: Als jene schreckliche Schlacht wütete—wie die sagenhaften Kriege zwischen Göttern und Asuras—wandte sich Dharma-König Yudhiṣṭhira an die Kṣatriyas seiner Seite: „Ihr großen Wagenkämpfer, seid völlig wachsam und stürmt auf Droṇa!“ „Denn dieser Pārṣata-Held, Dhṛṣṭadyumna, ist bereits mit dem Sohn Bhāradvājas (Droṇa) im Kampf und ringt mit all seiner Kraft darum, Droṇas Untergang herbeizuführen.“ Im ethischen Ton zeigt die Stelle Yudhiṣṭhiras widerwilligen, doch entschlossenen Wandel von Zurückhaltung zu strategischer Notwendigkeit: In einem Krieg, in dem Adharma eskaliert ist, wird der Befehlshaber gedrängt, gegen einen furchtbaren Lehrer-Krieger entschieden zu handeln, um die größere Sache zu schützen.

Verse 14

यादृशानि हि रूपाणि दृश्यन्ते5स्य महारणे । अद्य द्रोणं रणे क्रुद्धो घातयिष्यति पार्षत:

Sañjaya sagte: „In dieser großen Schlacht zeigen sich schreckliche, unheilverkündende Erscheinungen. Heute wird der Sohn des Pṛṣata (Dhṛṣṭadyumna), im Kampf erzürnt, bewirken, dass Droṇa erschlagen wird.“

Verse 15

युधिष्ठिरसमाज्ञप्ता: सृञजयानां महारथा:

Sañjaya sagte: Die großen Wagenkämpfer der Sṛñjayas, die Yudhiṣṭhiras Befehl befolgten, machten sich daran, seine Weisung auszuführen—ein Bild disziplinierter Gefolgschaft unter der moralischen Anspannung des Krieges.

Verse 16

तान्‌ समापतत: सर्वान्‌ भारद्वाजो महारथ:

Sañjaya sprach: Als sie alle zugleich heranstürmten, stellte sich der große Wagenkämpfer Bhāradvāja ihrem Ansturm entgegen—standhaft im Sturm der Schlacht, die Kṣatriya-Pflicht verkörpernd, Gefahr ohne Rückzug zu begegnen.

Verse 17

अभ्यवर्तत वेगेन मर्तव्यमिति निश्चित: । महारथी द्रोणाचार्यने मरनेका निश्चय करके उन समस्त आक्रमणकारियोंका बड़े वेगसे सामना किया ।। प्रयाते सत्यसंधे तु समकम्पत मेदिनी

Sañjaya sprach: Da er beschlossen hatte, dass der Tod unvermeidlich sei, stürmte der große Wagenkämpfer Droṇācārya, mit festem Entschluss selbst angesichts des Sterbens, in gewaltigem Tempo vor, um all jenen Angreifern zu begegnen. Und als jener wahrheitsgebundene Held voranschritt, schien die Erde selbst zu beben—ein Zeichen für die moralische und kosmische Schwere dieses Augenblicks im Krieg.

Verse 18

ववुर्वाता: सनिर्घातास्त्रासयाना वरूथिनीम्‌ | सत्यप्रतिज्ञ द्रोणाचार्यके आगे बढ़ते ही पृथ्वी काँपने लगी और वज्रपातकी आवाजके साथ ही प्रचण्ड आँधी चलने लगी, जो सारी सेनाको डरा रही थी ।।

Sañjaya sprach: Unter donnergleichen Krachen erhoben sich wilde Winde, die das versammelte Heer in Schrecken versetzten. Und ein großer Meteor fiel herab, als entstiege er der Sonne—ein unheilvolles Zeichen, das Droṇa, den Standhaften im Gelübde, begleitete, als er voranschritt, die Erde erbeben ließ und die Herzen der Krieger beunruhigte.

Verse 19

जज्वलुश्चैव शस्त्राणि भारद्वाजस्य मारिष

Sañjaya sprach: „O Ehrwürdiger, die Waffen des Sohnes Bhāradvājas loderten auf—mit schrecklichem Glanz aufflammend—ein Zeichen für die wilde Zuspitzung der Schlacht und das schwere moralische Gewicht der entfesselten Gewalt.“

Verse 20

हतौजा इव चाप्यासीद्‌ भारद्वाजो महारथ:

Sañjaya sprach: Der große Wagenkämpfer Bhāradvāja (Droṇa) wirkte, als sei seine Kraft erschlagen—sein Elan gebrochen, sein Geist getroffen—mitten im moralischen Schock, den der Fortgang der Schlacht auslöste.

Verse 21

प्रास्फुरज्नयनं चास्य वाम॑ बाहुस्तथैव च | महारथी द्रोणाचार्य उस समय तेजोहीन-से हो रहे थे। उनकी बायीं आँख और बायीं भुजा फड़क रही थी ।।

Sañjaya sprach: In jener Stunde schien Droṇācārya, der große Wagenkämpfer, seinen Glanz zu verlieren. Sein linkes Auge und sein linker Arm zuckten—Unheilszeichen. Als er Dhṛṣṭadyumna, den Sohn Drupadas, vor sich im Kampf stehen sah, wurde er im Innern von Schwermut ergriffen. Der Worte der brahmanverkündenden Seher gedenkend, die vom Erreichen der Brahma-Welt sprachen, fasste er den Entschluss, sein Leben durch einen edlen Tod im Gefecht hinzugeben.

Verse 22

ऋषीणां ब्रह्म॒वादानां स्वर्गस्य गमनं प्रति । सुयुद्धेन तत: प्राणानुत्स्रष्टमुपचक्रमे

Sañjaya sprach: Der Verkündigungen der brahmanverkündenden Seher über den Aufstieg der Seele zum Himmel eingedenk, beschloss er, sein Leben in einem edlen Kampf hinzugeben. Als er Dhṛṣṭadyumna vor sich in der Schlacht sah, wurde er innerlich schwermütig; doch—dem Ideal verpflichtet, dass ein Krieger dem Tod mit Sinn und nicht mit Verzweiflung begegnen soll—bereitete er sich darauf vor, das Leben auf die beste Weise abzulegen: durch gerechten Kampf.

Verse 23

ततश्षतुर्दिशं सैन्यैट्रीपदस्पाभिसंवृत: । निर्दहन्‌ क्षत्रियव्रातान्‌ द्रोण: पर्यचरद्‌ रणे

Sañjaya sprach: Dann bewegte sich Droṇa, von den Truppen der Trigartas von allen vier Seiten eingeschlossen, über das Schlachtfeld und sengte Scharen von Kṣatriya-Kriegern nieder—er trieb den Kampf mit unerbittlicher Gewalt voran inmitten der moralischen Finsternis des Krieges.

Verse 24

हत्वा विंशतिसाहस्रान्‌ क्षत्रियानरिमर्दन: । दशायुतानि करिणामवधीद्‌ विशिखै: शितै:,शत्रुमर्दन द्रोणने वहाँ बीस हजार क्षत्रियोंका संहार करके अपने तीखे बाणोंद्वारा एक लाख हाथियोंका वध कर डाला

Sañjaya sprach: Nachdem Droṇa, der Feindbezwinger, zwanzigtausend Kṣatriya-Krieger erschlagen hatte, brachte er sodann mit seinen scharfen Pfeilen Zehntausende von Elefanten zu Fall. Der Vers hebt das erschreckende Ausmaß der Verwüstung im Krieg hervor: Tapferkeit als martialische Effizienz, doch ethisch überschattet von der ungeheuren Zahl der Toten.

Verse 25

सो&तिष्ठदाहवे यत्तो विधूमो5ग्निरिव ज्वलन्‌ | क्षत्रियाणामभावाय ब्राद्म॒मस्त्रं समास्थित:

Darauf stand er, wachsam, im Kampf, lodernd wie ein rauchloses Feuer; und zum Verderben der Kṣatriyas ergriff er das Brahmāstra, die heilige Waffe Brahmās.

Verse 26

पाज्चाल्यं विरथं भीमो हतसर्वायुधं बली । सुविषण्णं महात्मानं त्वरमाण: समभ्ययात्‌

Sañjaya sprach: Der mächtige Bhima eilte zu dem Krieger aus Pāñcāla — nun ohne Wagen, aller Waffen beraubt und in tiefe Niedergeschlagenheit versunken. Als Bhima den edelmütigen Prinzen inmitten des Gedränges der Schlacht so hilflos sah, stürmte er herbei, um ihn zu schützen und aufzurichten, damit der Kampf mit Mut und Ziel weitergehe und nicht in Verzweiflung zusammenbreche.

Verse 27

ततः स्वरथमारोप्य पाञ्चाल्यमरिमर्दन: । अब्रवीदभिसपम्प्रेक्ष्य द्रोणमस्यन्तमन्तिकात्‌

Sañjaya sprach: Da hob Bhīmasena, der Feindbezwinger, den Prinzen von Pāñcāla auf seinen eigenen Wagen. Als er sah, wie Droṇa aus nächster Nähe Pfeile schoss, redete er ihn an — und deutete den Augenblick als Rettung inmitten der harten Kriegsethik, in der der Schutz eines Verbündeten, der seine Kampffähigkeit verloren hat, zur dringenden Pflicht wird, während die Gewalt unvermindert fortwütet.

Verse 28

न त्वदन्य इहाचार्य योद्धुमुत्सहते पुमान्‌ त्वरस्व प्राग्‌ वधायैव त्वयि भार: समाहित:

Sañjaya sprach: „O Lehrer, hier hat kein Mann außer dir den Mut, in den Kampf zu treten. Eile — diese Last ist dir schon zuvor auferlegt worden, gerade zu dem Zweck, den Feind zu erschlagen.“

Verse 29

'धृष्टद्युम्न! यहाँ तुम्हारे सिवा दूसरा कोई ऐसा पुरुष नहीं है, जो आचार्यके साथ जूझनेका साहस कर सके। अतः तुम पहले उनके वधके लिये ही शीघ्रतापूर्वक प्रयत्न करो। तुमपर ही इसका सारा भार रखा गया है' ।।

Sañjaya sprach: „Dhṛṣṭadyumna! Hier gibt es keinen Mann außer dir, der es wagt, sich mit dem Ācārya zu messen. Darum strebe eilends, vor allem, nach seiner Tötung. Die ganze Last dessen ist dir auferlegt.“ So angesprochen sprang der starkarmige Dhṛṣṭadyumna vor und ergriff rasch seine feste, vortreffliche Waffe — den Bogen — der jede Anspannung zu tragen vermochte.

Verse 30

संरब्धश्न॒ शरानस्यन्‌ द्रोणं दुर्वारणं रणे । विवारयिषुराचार्य शरवर्षैरवाकिरत्‌

Sañjaya sprach: Von Zorn entbrannt schoss er unablässig Pfeile; und um Droṇa — im Kampf so schwer zu zügeln — aufzuhalten, überschüttete er den Lehrer mit einem Regen von Geschossen. Die Szene macht deutlich, wie im Toben des Krieges selbst die Ehrfurcht vor einem Ācārya bis an die Grenze gespannt wird, wenn Kämpfer ihrer unmittelbaren Pflicht und strategischen Notwendigkeit folgen.

Verse 31

तौ न्यवारयतां श्रेष्ठी संरब्धौी रणशोभिनौ । उदीरयेतां ब्रह्माणि दिव्यान्यस्त्राण्यनेकश:

Sañjaya sprach: Jene beiden erstrangigen Krieger, von Zorn entflammt und auf dem Schlachtfeld strahlend, hielten einander im Vormarsch auf. Im Ringen, den anderen zu bezwingen, schleuderten sie immer wieder zahlreiche himmlische Geschosse, darunter auch Brahmā-Waffen—eine Steigerung, die zeigt, wie der Zorn im Krieg selbst die Besten zu immer vernichtenderen Mitteln treibt.

Verse 32

स महास्त्रैर्महाराज द्रोणमाच्छादयदू रणे । निहत्य सर्वाण्यस्त्राणि भारद्वाजस्य पार्षत:

Sañjaya sprach: O König, auf dem Schlachtfeld, nachdem der Sohn Prishatas (Dhṛṣṭadyumna) alle Waffen des Sohnes Bhāradvājas (Droṇa) niedergeschlagen und unwirksam gemacht hatte, überwältigte er Droṇa sodann mit seinen eigenen mächtigen himmlischen Geschossen. Die Szene betont die düstere Ethik des Krieges: Meisterschaft und Gegenmeisterschaft der Waffen entscheiden über das Schicksal, selbst wenn der Gegner ein verehrter Lehrer ist; und der Konflikt zwingt Krieger, persönliche Ehrfurcht zugunsten von Eid, Pflicht und strategischem Ziel zurückzustellen.

Verse 33

सवसातीज्थशिबींश्वैव बाह्लीकान्‌ कौरवानपि । रक्षिष्यमाणान्‌ संग्रामे द्रोणं व्यधमदच्युत:

Sañjaya sprach: Mitten im Getümmel erschlug Acyuta sogar die Savasātis, die Śibis, die Bāhlīkas und die Kaurava-Krieger, die Droṇa bewachten—und sprengte so den Schutzring um den Lehrmeister. Die Begebenheit zeigt, wie im Krieg Loyalität und Pflicht gegenüber dem Befehlshaber von der Entschlossenheit eines überlegenen Kriegers überrannt werden können, und wie sich die ethische Spannung zwischen Ehrfurcht vor dem Lehrer und der rücksichtslosen Notwendigkeit des Kampfes zuspitzt.

Verse 34

धृष्टद्युम्नस्तथा राजन्‌ गभस्तिभिरिवांशुमान्‌ । बभौ प्रच्छादयन्नाशा: शरजालै: समन्तत:ः

Sañjaya sprach: O König, Dṛṣṭadyumna leuchtete wie die strahlende Sonne mit ihren Rays, während er ringsum alle Himmelsrichtungen mit einem dichten Netz von Pfeilen verhüllte. Das Bild unterstreicht die überwältigende Kraft disziplinierter Kriegskunst—eine Macht, die, von Entschlossenheit gelenkt, das Feld beherrschen und das Schicksal vieler formen kann.

Verse 35

तस्य द्रोणो धनुश्छित्त्वा विद्ध्वा चैनं शिलीमुखै: । मर्माण्यभ्यहनद्‌ भूय: स व्यथां परमामगात्‌

Daraufhin zerschlug Droṇa den Bogen Dṛṣṭadyumnas und verwundete ihn mit Pfeilen; dann traf er erneut seine lebenswichtigen Stellen (marmas) mit tiefen Treffern, sodass Dṛṣṭadyumna von heftigstem Schmerz ergriffen wurde.

Verse 36

ततो भीमो दृढक्रोधो द्रोणस्याश्शलिष्य तं रथम्‌ । शनकैरिव राजेन्द्र द्रोणं वचनमत्रवीत्‌

Sañjaya sprach: Da trat Bhīma, seinen Zorn fest im Zaum, dicht an Droṇas Wagen heran und fuhr an seiner Seite. O König, gleichsam in gemessener Langsamkeit, redete er Droṇa mit bedachtsam gesetzten Worten an—mitten im Toben des Krieges, wo selbst die Rede zur Waffe und zur Prüfung des Entschlusses wird.

Verse 37

यदि नाम न युध्येरन्‌ शिक्षिता ब्रह्म॒बन्धव: । स्वकर्मभिरसंतुष्टा न स्म क्षत्रं क्षयं ब्रजेत्‌

Sañjaya sprach: Hätten jene geschulten Männer—Brahmanen nur dem Namen nach—nicht zum Kampf gegriffen, unzufrieden mit ihrer eigenen Pflicht und Zuflucht nehmend zum Weg der Krieger, dann wäre diese verderbliche Vernichtung der Kṣatriyas nicht eingetreten.

Verse 38

अहिंसां सर्वभूतेषु धर्म ज्यायस्तरं विदु: । तस्य च ब्राह्मणो मूलं भवांश्व ब्रह्मवित्तम:

Sañjaya sprach: „Gewaltlosigkeit gegenüber allen Wesen gilt als das höchste Dharma. Und die Wurzel dieses Dharma ist der Brāhmaṇa; und du bist wahrlich der vornehmste Kenner des Brahman unter den Brāhmaṇas.“

Verse 39

श्वपाकवन्म्लेच्छगणान्‌ हत्वा चान्यान्‌ पृथग्विधान्‌ । अज्ञानान्मूढवद्‌ ब्रह्मन्‌ पुत्रदारधनेप्सया

Sañjaya sprach: „O Brahmane, obgleich du ein Kenner des Brahman bist, hast du, getrieben von Gier nach Sohn, Frau und Reichtum, — wie ein unwissender Tor, wie ein niederer Ausgestoßener — Scharen von Mlecchas und viele andere Gruppen verschiedenster Art erschlagen. Wie kann solche Gewalt aus einem hervorgehen, der die höchste Wahrheit kennt?“

Verse 40

एकस्यार्थे बहून्‌ हत्वा पुत्रस्याधर्मविद्यया । स्वकर्मस्थान्‌ विकर्मस्थो न व्यपत्रपसे कथम्‌

Sañjaya sprach: „Um eines einzigen Sohnes willen hast du viele durch eine unrechte Kunst getötet; wie kommt es, dass du, im falschen Handeln stehend, keine Scham empfindest, nachdem du so viele Kṣatriyas erschlagen hast, die fest in ihrer eigenen Pflicht standen?“

Verse 41

यस्यार्थे शस्त्रमादाय यमपेक्ष्य च जीवसि । स चाद्य पतित: शेते पृष्ठे नावेदितस्तव

Sañjaya sprach: „Um wessen willen du die Waffen ergriffst und um wessen willen du weiterlebtest—ja, selbst den Tod vor Augen—, der liegt heute gefallen da, auf dem Rücken ausgestreckt, und doch ist es dir noch nicht kundgetan worden.“

Verse 42

एवमुक्तस्ततो द्रोणो भीमेनोत्सृूज्य तद्‌ धनु:

Sañjaya sprach: So angesprochen ließ Droṇa—von Bhīma freigegeben—daraufhin jenen Bogen fallen.

Verse 43

कर्ण कर्ण महेष्वास कृप दुर्योधनेति च

Sañjaya sprach: „Karṇa! Karṇa! O großer Bogenschütze! O Lehrer Kṛpa! Und auch du, Duryodhana!“—so rief er, sie immer wieder mahnend, aus eigener Kraft den Sieg im Kampf zu erringen. Dann erklärte er, er lege die Waffen nieder, und wünschte ihnen Heil selbst gegenüber den Pāṇḍavas.

Verse 44

संग्रामे क्रियतां यत्नो ब्रवीम्येष पुन: पुन: । पाण्डवेभ्य: शिवं वो<स्तु शस्त्रमभ्युत्सूजाम्यहम्‌

Sañjaya sprach: „Müht euch im Kampf—das sage ich euch immer wieder. Heil sei euch beschieden, selbst von den Pāṇḍavas her. Ich aber lege nun die Waffen nieder.“

Verse 45

इति तत्र महाराज प्राक्रोशद्‌ द्रौणिमेव च । उत्सृज्य च रणे शस्त्र रथोपस्थे निविश्य च

Sañjaya sprach: „So rief er dort, o großer König, in jenem Augenblick allein den Sohn Droṇas an; und, die Waffe mitten im Kampf wegwerfend, setzte er sich auf den Sitz des Streitwagens.“

Verse 46

तस्य तच्छिद्रमाज्ञाय धृष्टद्युम्न: प्रतापवान्‌

Sañjaya sprach: Als er jene Lücke in Droṇas Abwehr erkannte, begriff der tapfere Dhṛṣṭadyumna, dass sich ein seltener, günstiger Augenblick zum Schlag bot. Er legte seinen furchterregenden Bogen—noch mit Pfeilen versehen—auf den Wagen, ergriff das Schwert, sprang vom Wagen herab und stürmte in jähem Anlauf bis dicht an Droṇācārya heran.

Verse 47

सशरं तद्‌ धनुर्घोरें संन्यस्याथ रथे ततः । खड्गी रथादवप्लुत्य सहसा द्रोणमभ्ययात्‌

Sañjaya sprach: Den Augenblick ergreifend, den er für den Angriff geeignet hielt, legte der tapfere Dhṛṣṭadyumna seinen furchterregenden Bogen—noch mit Pfeilen—auf den Wagen. Mit dem Schwert in der Hand sprang er vom Wagen und stürzte plötzlich geradewegs auf Droṇācārya zu.

Verse 48

हाहाकृतानि भूतानि मानुषाणीतराणि च । द्रोणं तथागतं दृष्टवा धृष्टद्युम्नवशं गतम्‌

Sañjaya sprach: „Alle Wesen—menschliche wie nichtmenschliche—stießen Rufe des ‘Weh!’ aus, als sie Droṇa in solcher Lage sahen, unter die Macht Dhṛṣṭadyumnas geraten.“

Verse 49

उस अवस्थामें द्रोणाचार्यको धृष्टद्युम्मके अधीन हुआ देख मनुष्य तथा अन्य प्राणी भी हाहाकार कर उठे ।।

Sañjaya sprach: Als man Droṇācārya in jenem Zustand sah—unter die Macht Dhṛṣṭadyumnas geraten—brachen Menschen und andere Lebewesen in lauten Aufruhr aus. Sie klagten heftig und riefen: „Weh! Schande, Schande!“ Droṇa aber warf seine Waffen von sich und nahm den höchsten Zustand des Sāṅkhya an: Er ruhte in erhabenster Erkenntnis und innerem Rückzug, selbst mitten im Toben der Schlacht.

Verse 50

तथोक्त्वा योगमास्थाय ज्योतिर्भूतो महातपा: । पुराणं पुरुषं विष्णुं जगाम मनसा परम्‌

Sañjaya sprach: Nachdem er so gesprochen hatte, nahm der große Asket Zuflucht zur Yoga. Gleichsam zu einem Wesen aus Licht geworden—die Einheit mit dem höchsten Glanz erkennend—wandte er sich nach innen und erreichte, allein im Geist, das Höchste, indem er Viṣṇu, den uralten Puruṣa, meditativ schaute.

Verse 51

मुखं किंचित्‌ समुन्नाम्य विष्ट भ्य उरमग्रत: । निमीलिताक्ष: सत्त्वस्थो निश्षिप्य हृदि धारणाम्‌

Sañjaya sprach: Der Lehrer (Droṇa) hob das Gesicht ein wenig, spannte die Brust nach vorn und schloss die Augen; im reinen Sattva gegründet, verankerte er die innere Sammlung fest im Herzen. So stieg er in die himmlische Sphäre empor—ja, in einen Zustand, den selbst die wahrhaft Guten und Vollendeten nur schwer erreichen.

Verse 52

ओमित्येकाक्षरं ब्रह्म ज्योतिर्भूतो महातपा: । स्मरित्वा देवदेवेशमक्षरं परमं प्रभुम्‌

Sañjaya sprach: Indem er «Om», den einsilbigen Brahman, aussprach und dabei des Herrn der Herren gedachte—des Unvergänglichen, höchsten Gebieters—wurde jener große Asket eins mit dem Licht.

Verse 53

दौ सूर्याविति नो बुद्धिरासीत्‌ तस्मिंस्तथागते,आचार्य द्रोणके उस प्रकार उत्क्रमण करनेपर हमें ऐसा भान होने लगा, मानो आकाशमें दो सूर्य उदित हो गये हों

Sañjaya sprach: Als dies geschah, traf uns der Gedanke: „Es ist, als gäbe es zwei Sonnen.“ Als Ācārya Droṇa auf solche Weise dahinschritt, erschien es uns, als seien zwei Sonnen am Himmel aufgegangen.

Verse 54

एकाग्रमिव चासीच्च ज्योतिर्भि: पूरितं नभ: । समपद्यत चार्काभे भारद्वाजदिवाकरे,सूर्यके समान तेजस्वी द्रोणाचार्यरूपी दिवाकरके उदित होनेपर सारा आकाश तेजसे परिपूर्ण हो उस ज्योतिके साथ एकाग्र-सा हो रहा था

Sañjaya sprach: Als Drona, der sonnenhafte Leuchtstern aus Bharadvājas Geschlecht, emporstieg, schien der ganze Himmel von Glanz erfüllt; es war, als hätten sich die Himmel in einem einzigen Punkt gesammelt, verdichtet zu einer einzigen, konzentrierten Feuerglut.

Verse 55

निमेषमात्रेण च तज्ज्योतिरन्तरधीयत । आसीत्‌ किलकिलाशब्द: प्रह्वशनां दिवौकसाम्‌

Sañjaya sprach: In kaum einem Augenblick verschwand jenes Leuchten aus dem Blick. Dann erhob sich ein lauter, erregter Jubel—die frohlockenden Rufe der Himmelsgötter, die sich in Ehrfurcht verneigten.

Verse 56

वयमेव तदाद्राक्ष्म पड्च मानुषयोनय:

Sañjaya sprach: „Damals sahen wir selbst fünf Wesen, die in menschlicher Gestalt geboren waren.“

Verse 57

योगयुक्त महात्मानं गच्छन्तं परमां गतिम्‌ । अहं धनंजय: पार्थो कृप: शारद्वतस्तथा

Sañjaya sprach: „(Wir sahen) den großgesinnten, im Yoga gefestigten, wie er dem höchsten Zustand entgegenging. Und da waren auch Dhananjaya — Pārtha (Arjuna) — sowie Kripa, der Sohn Śaradvat’s.“

Verse 58

वासुदेवश्व वार्ष्णेयो धर्मपुत्रश्च पाण्डव: । उस समय मैं, कुन्तीपुत्र अर्जुन, शरद्वानके पुत्र कृपाचार्य, वृष्णिवंशी भगवान्‌ श्रीकृष्ण तथा धर्मपुत्र पाण्डुनन्दन युधिष्ठिर--इन पाँच मनुष्योंने ही योगयुक्त महात्मा द्रोणको परम धामकी ओर जाते देखा था ।।

Sañjaya sprach: „Vāsudeva Kṛṣṇa aus dem Geschlecht der Vṛṣṇi und Yudhiṣṭhira, der Pāṇḍava — Sohn des Dharma —, zusammen mit mir, Arjuna, dem Sohn Kuntīs, und Kripa, dem Sohn Śaradvat’s: Nur wir fünf sahen Droṇa, den Großgesinnten, im Yoga gegründet, wie er zur höchsten Wohnstatt dahinschied. Alle anderen erblickten jenen weisen Sohn Bharadvājas nicht.“

Verse 59

ब्रह्मलोक॑ महद्‌ दिव्यं देवगुह्ं हि तत्‌ परम्‌

Sañjaya sprach: „Das ist das höchste, göttliche Brahmaloka — weit und groß, ja selbst den Göttern verborgen.“

Verse 60

गति परमिकां प्राप्तमजानन्तो नूयोनय: । नापश्यन्‌ गच्छमान हि त॑ सार्थमृषिपुड्रवै:

Sañjaya sprach: „Da sie nicht wussten, dass er den höchsten Weg erlangt hatte, klagten jene Männer. Denn selbst die erhabensten der Weisen erblickten den Heerführer nicht, als er dahinschritt — sein Scheiden lag jenseits gewöhnlichen Sehens und Begreifens.“

Verse 61

आचार्य योगमास्थाय ब्रह्मलोकमरिंदमम्‌ । ब्रह्मलोक महान, दिव्य, देवगुह्ु, उत्कृष्ट तथा परम गतिस्वरूप है। शत्रुदमन आचार्य द्रोण योगका आश्रय लेकर श्रेष्ठ महर्षियोंके साथ उसी ब्रह्मलोकको प्राप्त हुए हैं। अज्ञानी मनुष्योंने उन्हें वहाँ जाते समय नहीं देखा था ।।

Sañjaya sprach: In yogischer Versenkung eingegangen, erreichte der Lehrer Droṇa, Bezwinger der Feinde, die Welt Brahmās. Diese Brahma-loka ist weit und göttlich—selbst den Göttern verborgen—höchste Stätte und die Gestalt des höchsten Zieles. Droṇa, der Feindbezwinger, nahm Zuflucht im Yoga und gelangte dorthin zusammen mit den erhabensten großen Sehern. Gewöhnliche, unwissende Menschen sahen ihn nicht, als er hinwegschied.

Verse 62

धिक्‍कृतः पार्षतस्तं तु सर्वभूतै: परामृशत्‌ । उनका सारा शरीर बाणसमूहोंसे क्षत-विक्षत हो गया था। उससे रक्तकी धारा बह रही थी और वे अपना अस्त्र-शस्त्र नीचे डाल चुके थे। उस दशामें धृष्टद्युम्नने उनके शरीरका स्पर्श किया। उस समय सारे प्राणी उन्हें धिक्‍्कार रहे थे || ६१ $ ।।

Sañjaya sprach: Da berührte ihn der Sohn des Pārṣata (Dhṛṣṭadyumna), während alle Wesen ihn schmähten. Sein Leib war von Büscheln von Pfeilen zerrissen und zerfetzt; Blut strömte aus ihm, und er hatte seine Waffen bereits fallen lassen. In diesem Zustand legte Dhṛṣṭadyumna Hand an ihn, während die Welt ringsum ihn verdammte.

Verse 63

हर्षेण महता युक्तो भारद्वाजे निपातिते

Sañjaya sprach: Als der Sohn des Bhāradvāja niedergestreckt war, erfüllte ihn große Jubeltrunkenheit.

Verse 64

आकर्णपलित: श्यामो ववसाशीतिपञ्चक:

Sañjaya sprach: „Er war dunkel von Teint, doch sein Haar war bis an die Ohren ergraut; und er hatte fünfundachtzig Jahre gelebt.“

Verse 65

त्वत्कृते व्यचरत्‌ संख्ये स तु षोडशवर्षवत्‌ । आचार्यके शरीरका रंग साँवला था। उनकी अवस्था चार सौ वर्षकी हो चुकी थी और उनके ऊपरसे लेकर कानतकके बाल सफेद हो गये थे, तो भी आपके हितके लिये वे संग्राममें सोलह वर्षकी उम्रवाले तरुणके समान विचरते थे || ६४ $ ।।

Sañjaya sprach: Um deinetwillen bewegte er sich in der Schlacht wie ein sechzehnjähriger Jüngling. Obwohl sein Leib gealtert und sein Haar weiß geworden war, kämpfte er noch mit jugendlicher Kraft, angetrieben von der Treue zu deiner Sache.

Verse 66

जीवन्तमानयाचार्य मा वधीर्द्रपदात्मज । न हन्तव्यो न हन्तव्य इति ते सैनिकाश्न ह

Sañjaya sprach: „Bringt den Lehrer (Droṇa) lebend herbei; töte ihn nicht, o Sohn Drupadas (Dhrishtadyumna). Er darf nicht erschlagen werden.“ So drängte Arjuna, der starkarmige Sohn Kuntīs, immer wieder; und auch deine Soldaten riefen unablässig: „Töte ihn nicht! Töte ihn nicht!“

Verse 67

उत्क्रोशन्नर्जुनश्वैव सानुक्रोशस्तमाव्रजत्‌ । क्रोशमाने<र्जुने चैव पार्थिवेषु च सर्वश:

Sañjaya sprach: Auch Arjuna, laut aufschreiend, ging mit tiefem Mitgefühl auf ihn zu. Und während Arjuna klagte, erhob sich überall unter den Königen ringsum ein Ruf der Not.

Verse 68

शोणितेन परिक्लिन्नो रथाद्‌ भूमिमथापतत्‌

Sañjaya sprach: Von Blut durchnässt und verklebt, stürzte er darauf vom Wagen zu Boden.

Verse 69

एवं त॑ निहतं संख्ये दद्शे सैनिको जन:

Sañjaya sprach: So sah die Menge der Soldaten mit eigenen Augen, dass er im Gedränge der Schlacht erschlagen worden war. O König! Dhrishtadyumna, der große Bogenschütze, hob das Haupt des Lehrers Droṇa auf und warf es vor deine Söhne.

Verse 70

धृष्टद्युम्नस्तु तद्‌ राजन्‌ भारद्वाजशिरो5हरत्‌ । तावकानां महेष्वास: प्रमुखे तत्‌ समाक्षिपत्‌

Sañjaya sprach: O König! Dhrishtadyumna nahm das Haupt des Bhāradvāja (Droṇa) an sich; und jener große Bogenschütze schleuderte es vor die Reihen der Deinen.

Verse 71

ते तु दृष्टवा शिरो राजन्‌ भारद्वाजस्य तावका: । पलायनकृतोत्साहा दुद्गुवु: सर्वती दिशम्‌

Sañjaya sprach: „Doch als deine Truppen, o König, das abgeschlagene Haupt des Sohnes Bhāradvājas (Droṇa) erblickten, wandte sich ihr Mut ganz der Flucht zu; in Panik stoben sie in alle Himmelsrichtungen davon, o großer Monarch.“

Verse 72

द्रोणस्तु दिवमास्थाय नक्षत्रपथमाविशत्‌ | अहमेव तठदाद्वाक्ष॑ द्रोणस्प निधनं नृप

Sañjaya sprach: „Droṇa verließ diese Welt, gelangte in den Himmel und trat auf den Pfad der Sterne. Und ich selbst sprach dir damals jene Worte, o König, und verkündete Droṇas Fall.“

Verse 73

विधूमामिह संयान्तीमुल्कां प्रजज्लितामिव

Sañjaya sprach: „Hier erschien es wie ein lodernder Meteor — hell entflammt und doch, seltsam genug, ohne Rauch — der rasch vorwärts zog.“

Verse 74

हते द्रोणे निरुत्साहान्‌ कुरून्‌ पाण्डवसृञज्जया:

Sañjaya sprach: „Als Droṇa erschlagen war, sank den Kuru-Kriegern der Mut; die Pāṇḍavas aber, zusammen mit den Sṛñjayas, drängten vor und nutzten ihren Vorteil, indem sie die Verzweiflung des Feindes in entscheidenden Schwung auf dem Schlachtfeld verwandelten.“

Verse 75

निहता हतभूयिष्ठा: संग्रामे निशितै: शरै:

Sañjaya sprach: „In der Schlacht wurden viele niedergestreckt — ja, der größere Teil wurde getötet — von scharfen, spitzen Pfeilen.“

Verse 76

पराजयमथावाप्य परत्र च महद्‌ भयम्‌

Sañjaya sprach: „Nachdem man die Niederlage erlitten hat und zudem großer Furcht im Jenseits begegnet“,—damit weist er auf die doppelte Gefahr eines unrechtmäßigen Krieges hin: Verlust im Diesseits und moralisch-geistiges Grauen jenseits dieses Lebens.

Verse 77

अन्विच्छन्त: शरीरं तु भारद्वाजस्य पार्थिवा:

Sañjaya sagte: „O König, die Fürsten auf unserer Seite suchten überall nach dem Leichnam des Sohnes Bhāradvājas (Droṇa). Doch inmitten jenes Schlachtfeldes, das von Tausenden kopfloser Leiber verstopft war, konnten sie ihn nicht finden.“

Verse 78

।। पाण्डवास्तु जयं लब्ध्वा परत्र च महद्‌ यश:

Sañjaya sprach: Nachdem sie den Sieg errungen hatten, erlangen die Pāṇḍavas auch im Jenseits großen Ruhm—was andeutet, dass rechtschaffener Erfolg in gerechter Sache sowohl unmittelbaren Triumph als auch dauerhaften moralischen Nachruhm verleiht.

Verse 79

बाणशड्खरवांक्षक्रु: सिंहनादांश्व पुष्कलान्‌ | पाण्डव इस लोकमें विजय और परलोकमें महान्‌ यश पाकर वे धनुषपर बाण रखकर उसकी टंकार करने, शंख बजाने और बारंबार सिंहनाद करने लगे ।।

Sañjaya sagte: „Nachdem sie in dieser Welt den Sieg errungen und in der nächsten großen Ruhm gewonnen hatten, legten die Pāṇḍavas, voll Jubel, Pfeile auf ihre Bögen, ließen die Sehnen dröhnen, bliesen ihre Muschelhörner und erhoben immer wieder mächtige Löwenrufe. Dann, o König, traten Bhīmasena und Dhṛṣṭadyumna, der Sohn des Pārṣata (Drupada), (vor/handelten als Nächste).“

Verse 80

अब्रवीच्च तदा भीम: पार्षतं शत्रुतापनम्‌

Sañjaya sagte: Da sprach Bhīma zu Dhṛṣṭadyumna, dem Sohn des Pārṣata (Drupada) und Bezwinger der Feinde: „O Sohn Drupadas! Wenn Karṇa, der Sohn des Wagenlenkers, und der sündige Duryodhana erschlagen sind, dann werde ich dich wieder an meine Brust schließen, auf dieselbe sieghafte Weise.“ Diese Worte rahmen Bhīmas wilden Schwur als moralisch begründetes Kriegsziel: Sieg ist nicht bloße Eroberung, sondern die Beseitigung derer, die er für unrechtmäßige Angreifer hält; danach soll brüderliche Ehre öffentlich bekräftigt werden.

Verse 81

भूयो<हं त्वां विजयिन॑ परिष्वज्यामि पार्षत | सूतपुत्रे हते पापे धार्तराष्ट्रे च संयुगे

Sañjaya sprach: „O Sohn des Pṛṣata (Dhṛṣṭadyumna), als Sieger werde ich dich wieder umarmen. Wenn der Sohn des Wagenlenkers (Karna) erschlagen ist und wenn auch der sündige Dhārtarāṣṭra (Duryodhana) in der Schlacht fällt, dann werde ich dich auf dieselbe Weise an meine Brust drücken.“

Verse 82

एतावदुक्त्वा भीमस्तु हर्षेण महता युत: । बाहुशब्देन पृथिवीं कम्पयामास पाण्डव:,इतना कहकर अत्यन्त हर्षमें भरे हुए पाण्डुनन्दन भीमसेन अपनी भुजाओंपर ताल ठोककर पृथ्वीको कम्पित-सी करने लगे

Sañjaya sprach: Nachdem er nur dies gesagt hatte, begann Bhīma — der Pāṇḍava — von überwältigender Freude erfüllt, seine Arme mit donnerndem Klang zu klatschen und zu schlagen, als ließe er die Erde selbst erbeben.

Verse 83

तस्य शब्देन वित्रस्ता: प्राद्रवंस्तावका युधि । क्षत्रधर्म समुत्सूज्य पलायनपरायणा:,उनके उस शब्दसे भयभीत हो आपके सारे सैनिक युद्धसे भाग चले। वे क्षत्रियधर्मको छोड़कर पीठ दिखाने लग गये

Beim Klang dieses (schrecklichen) Gebrülls wurden deine Truppen von Furcht ergriffen und flohen vom Schlachtfeld. Den Kriegerpflichten (kṣatriya-dharma) entsagend, kehrten sie den Rücken und waren nur noch auf die Flucht bedacht.

Verse 84

पाण्डवास्तु जयं लब्ध्वा हृष्टा ह्यासन्‌ विशाम्पते | अरिक्षयं च संग्रामे तेन ते सुखमाप्रुवन्‌

Sañjaya sprach: „O Herr der Menschen, die Pāṇḍavas waren, nachdem sie den Sieg errungen hatten, wahrlich voller Freude. Und weil es in jener Schlacht eine große Vernichtung ihrer Feinde gab, gelangten sie zu tiefer Genugtuung.“

Verse 96

सादिभिश्न हतै: शूरै: संकीर्णा वसुधाभवत्‌ | टूटे पहियेवाले रथों, गिराये हुए विशाल ध्वजों और मारे गये शूरवीर घुड़सवारोंसे वहाँकी भूमि आच्छादित हो गयी थी

Sañjaya sprach: Die Erde dort war verstopft und übersät mit Gefallenen — bedeckt von den Trümmern des Krieges und den Leibern erschlagener Helden. Streitwagen mit zerbrochenen Rädern, niedergeworfene große Feldzeichen und tote Reiterkrieger lagen weithin über das Schlachtfeld verstreut.

Verse 106

चेष्टन्तो विविधाश्रैष्टा व्यदृश्यन्त महाहवे । कुरुश्रेष्ठ! बाणोंके आघातसे कटे हुए योद्धा उस महासमरमें अनेक प्रकारकी चेष्टाएँ करते और छटपटाते दिखायी देते थे

Sañjaya sprach: „O Bester der Kurus, in jener großen Schlacht sah man die vornehmsten Krieger—vom Aufprall der Pfeile niedergestreckt—allerlei unwillkürliche Bewegungen machen, sich winden und in Qualen ringen. Das Bild legte die brutalen Kosten des Krieges offen, in dem selbst die Mächtigen zu hilflosem Leiden herabsinken.“

Verse 143

ते यूयं सहिता भूत्वा युध्यध्वं कुम्भसम्भवम्‌ | “आज महासमरमें इनके जैसे रूप दिखायी देते हैं

„Darum schließt euch alle zusammen und kämpft gegen Kumbhasambhava—Droṇācārya, den aus dem Krug Geborenen. Heute, in dieser großen Schlacht, zeigen die Erscheinungen, die man so sieht, dass Dhṛṣṭadyumna, vom Zorn auf dem Schlachtfeld entbrannt, Droṇa auf jede Weise töten wird. Deshalb sollt ihr alle vereint mit Droṇācārya, dem Kruggeborenen, kämpfen.“

Verse 153

अभ्यद्रवन्त संयत्ता भारद्वाजजिघांसव: । युधिष्ठिरकी यह आज्ञा पाकर सूंजय महारथी द्रोणाचार्यको मार डालनेकी अभिलाषासे पूर्ण सावधान हो उनपर टूट पड़े

Sañjaya sprach: „Zum Kampf gerüstet und auf den Tod des Sohnes Bhāradvājas (Droṇa) bedacht, stürmten sie vor. Nachdem er Yudhiṣṭhiras Befehl empfangen hatte, wurde der große Wagenkrieger Dhṛṣṭadyumna—erfüllt von dem Entschluss, Droṇācārya zu töten—vollkommen wachsam und fiel über ihn her. Dieser Augenblick zeigt, wie im Krieg königlicher Befehl und persönliches Gelübde zusammenlaufen und die ethische Spannung zwischen Gehorsamspflicht und der Schwere, einen verehrten Lehrer zum Ziel zu machen, verschärfen.“

Verse 186

दीपयन्ती उभे सेने शंसन्तीव महद्‌ भयम्‌ | सूर्यमण्डलसे बड़ी भारी उल्का निकलकर दोनों सेनाओंको प्रकाशित करती और महान्‌ भयकी सूचना-सी देती हुई पृथ्वीपर गिर पड़ी

Sañjaya sprach: „Ein großer Meteor, dem Sonnendiskus gleich, flammte auf—erleuchtete beide Heere—und fiel, als verkünde er gewaltigen Schrecken, zur Erde. In der moralischen Atmosphäre des Krieges kündet dieses Vorzeichen von einem sich vertiefenden Abstieg in die Adharma und von der nahenden Ernte der Gewalt, der keine Seite entkommen kann.“

Verse 192

इति श्रीमहाभारते द्रोणपर्वणि द्रोणवधपर्वणि द्रोणवधे द्विनवत्यधिकशततमो< ध्याय:,इस प्रकार श्रीमहाभारत द्रोणपर्वके अन्तर्गत द्रोणवधपर्वमें द्रोणवधविषयक एक सौ बानबेवाँ अध्याय पूरा हुआ

Sañjaya sprach: „So ist im Śrī Mahābhārata, innerhalb des Droṇa Parva, im Abschnitt über die Tötung Droṇas, das hundertzweiundneunzigste Kapitel über Droṇas Tod abgeschlossen.“ Dieses Kolophon markiert den formalen Schluss des Kapitels, das den Fall eines großen Lehrers im Krieg erzählerisch rahmt, und hebt das schwere ethische Gewicht der Entscheidungen auf dem Schlachtfeld und ihrer Folgen hervor.

Verse 196

रथा: स्वनन्ति चात्यर्थ हयाश्वाश्रूण्यवासृजन्‌ । माननीय नरेश! द्रोणाचार्यके शस्त्र चलने लगे, रथसे बड़े जोरकी आवाज उठने लगी और घोड़े आँसू बहाने लगे

Sañjaya sprach: Die Streitwagen begannen mit überwältigendem Dröhnen zu hallen, und die Pferde vergossen Tränen. O ehrwürdiger König! Als Droṇācāryas Waffen in Bewegung gerieten, erhob sich vom Wagen ein Donnerbrausen, und selbst die Rosse weinten — ein unheilvolles Zeichen, dass die Gewalt der Schlacht das gewöhnliche menschliche Maß überschritt.

Verse 413

धर्मराजस्य तद्‌ वाक्‍्यं नाभिशड्कितुमह्सि । “जिसके लिये आपने शस्त्र उठाया

Sañjaya sprach: Du sollst an jener Aussage des Dharmaraja (Yudhishthira) nicht zweifeln. In der moralischen Ordnung des Epos gilt Yudhishthiras Wort als Maßstab der Wahrhaftigkeit; daher ist sein Bericht vom Fall dessen, um dessentwillen du die Waffen erhoben hast und um dessen Leben du gelebt hast, ohne Argwohn anzunehmen.

Verse 426

सर्वाण्यस्त्राणि धर्मात्मा हातुकामो5भ्यभाषत । भीमसेनके ऐसा कहनेपर धर्मात्मा द्रोणाचार्य वह धनुष फेंककर अन्य सब अस्त्र- शस्त्रोंको भी त्याग देनेकी इच्छासे इस प्रकार बोले--

Sañjaya sprach: In dem Wunsch, alle Waffen niederzulegen, ergriff der Rechtschaffene das Wort — bewegt von dem Entschluss, den Werkzeugen der Gewalt zu entsagen. Inmitten der moralischen Anspannung des Schlachtfeldes kündigen seine Worte eine Wendung an: von kriegerischer Kunst zur Selbstzucht und zum beschwerten Gewissen eines Lehrer-Kriegers.

Verse 456

अभयं सर्वभूतानां प्रददौ योगमीयिवान्‌ । महाराज! यह कहकर उन्होंने वहाँ अश्वत्थामाका नाम ले-लेकर पुकारा। फिर सारे अस्त्र-शस्त्रोंकी रणभूमिमें फेंककर वे रथके पिछले भागमें जा बैठे। फिर उन्होंने सम्पूर्ण भूतोंको अभयदान दे दिया और समाधि लगा ली

Sañjaya sprach: Der Krieger, im Yoga gefestigt, gewährte allen Wesen Furchtlosigkeit. O König! Nachdem er so gesprochen hatte, rief er Ashvatthama immer wieder beim Namen. Dann warf er all seine Waffen auf das Schlachtfeld und setzte sich an das hintere Ende seines Wagens. Daraufhin, indem er allen Geschöpfen ein Gelübde des Nichtverletzens und des Schutzes zusprach, trat er in tiefe meditative Versenkung ein.

Verse 526

दिवमाक्रामदाचार्य: साक्षात्‌ सद्धिर्दुराक्रमाम्‌ । उन्होंने मुँहको कुछ ऊपर उठाकर छातीको आगेकी ओर स्थिर किया। फिर विशुद्ध सत्त्वमें स्थित हो नेत्र बंद करके हृदयमें धारणाको दृढ़तापूर्वक धारण किया। साथ ही “ओम” इस एकाक्षर ब्रह्मका जप करते हुए वे महातपस्वी आचार्य द्रोण प्रणवके अर्थभूत देवदेवेश्वर अविनाशी परम प्रभु परमात्माका चिन्तन करते-करते ज्योतिःस्वरूप हो साक्षात्‌ उस ब्रह्मलोकको चले गये

Sañjaya sprach: Der Lehrer Droṇa stieg in die schwer zu erreichende Himmelswelt auf, die nur den wahrhaft Tugendhaften offensteht. Er hob das Gesicht ein wenig und hielt die Brust fest; dann, in reiner Klarheit des Sattva gegründet, schloss er die Augen und verankerte die Konzentration standhaft im Herzen. Während er das einsilbige Brahman — „Om“ — wiederholte, schaute der große Asket den unvergänglichen höchsten Herrn, den Gott der Götter, den Paramātman, der der Sinn des Pranava ist. So wurde er zu einer Gestalt aus Licht und gelangte unmittelbar nach Brahmaloka, einem Ziel, das selbst großen Heiligen schwer erreichbar ist.

Verse 553

ब्रह्मलोकगते द्रोणे धृष्टद्युम्ने च मोहिते । पलक मारते-मारते वह ज्योति आकाशमें जाकर अदृश्य हो गयी। द्रोणाचार्यके ब्रह्मलोक चले जाने और धृष्टद्युम्नके अपमानसे मोहित हो जानेपर हर्षोल्लाससे भरे हुए देवताओंका कोलाहल सुनायी देने लगा

Sañjaya sprach: Als Droṇa nach Brahmaloka eingegangen war und Dhṛṣṭadyumna betäubt und verwirrt dastand, stieg in einem Augenblick jenes Leuchten in den Himmel empor und entschwand dem Blick. Da Droṇācārya in die Welt Brahmās gegangen war und Dhṛṣṭadyumna von der Schmach seiner Tat überwältigt wurde, vernahm man den aufwühlenden Jubelruf der Götter—als kosmische Billigung von Droṇas Erlösung und als Zeichen der sittlichen Last, die der Töter trägt.

Verse 586

महिमानं महाराज योगयुक्तस्य गच्छत: । महाराज! अन्य सब लोगोंने योगयुक्त हो ऊर्ध्वगतिको जाते हुए बुद्धिमान्‌ द्रोणाचार्यकी महिमाका साक्षात्कार नहीं किया

Sañjaya sprach: O König, die Größe des weisen Droṇācārya—der in Yoga schied, mit disziplinierter Sammlung vereint und dem höheren Weg entgegengehend—wurde von den anderen nicht wirklich erkannt. Selbst als er sich dem gewöhnlichen Blick entzog, vermochten der König und die Umstehenden die geistige Majestät dessen nicht zu sehen, der die Welt in yogischer Standhaftigkeit verlässt.

Verse 626

किंचिदब्रुवत:ः कायाद्‌ विचकर्तासिना शिर: । देहधारी द्रोणके शरीरसे प्राण निकल गये थे

Sañjaya sprach: Als Droṇas Körper nicht einmal mehr ein Wort hervorbringen konnte, packte Dhṛṣṭadyumna ihn am Haar und trennte mit dem Schwert seinen Kopf vom Rumpf. Diese Tat bezeichnet einen düsteren Wendepunkt des Krieges: Ein verehrter Lehrer, sprachlos und wehrlos, wird auf eine Weise erschlagen, die scharfe Fragen nach der Rechtschaffenheit zwischen Schlachtfeldnotwendigkeit und Vergeltung aufwirft.

Verse 636

सिंहनादरवं चक्रे भ्रामयन्‌ खड्गमाहवे । इस प्रकार द्रोणाचार्यको मार गिरानेपर धृष्टद्युम्नको महान्‌ हर्ष हुआ और वे रणभूमिमें तलवार घुमाते हुए जोर-जोरसे सिंहनाद करने लगे

Sañjaya sprach: Triumphierend, nachdem er Droṇācārya zu Fall gebracht hatte, brüllte Dhṛṣṭadyumna wie ein Löwe und verkündete, sein Schwert auf dem Schlachtfeld wirbelnd, seinen Sieg. Der Augenblick zeigt, wie der Kriegserfolg wilde Verzückung entfachen kann, selbst wenn der Gefallene ein verehrter Lehrer ist—und macht die Spannung der Mahābhārata zwischen kriegerischer Pflicht und dem ethischen Gewicht des Tötens eines Ehrwürdigen sichtbar.

Verse 676

धृष्टद्युम्नो&वधीद्‌ द्रोणं रथतल्पे नरर्षभम्‌ । अर्जुन तो दयावश चिल्लाते हुए धृष्टद्युम्मके पास आने लगे। परंतु उनके तथा अन्य सब राजाओंके पुकारते रहनेपर भी धृष्टद्युम्नने रथकी बैठकमें नरश्रेष्ठ द्रोणका वध कर ही डाला

Sañjaya sprach: Dhṛṣṭadyumna erschlug Droṇa, den Stier unter den Menschen, als er auf dem Sitz des Streitwagens lag. Arjuna, vom Mitleid bewegt, eilte unter Rufen zu Dhṛṣṭadyumna; doch obwohl er und viele andere Könige unablässig flehten, ihn aufzuhalten, vollzog Dhṛṣṭadyumna dennoch die Tötung Droṇas auf dem Wagen selbst—eine Tat, die die harte Logik des Krieges gegen die Ansprüche von Erbarmen und rechtschaffener Selbstzucht stellt.

Verse 683

लोहिताज् इवादित्यो दुर्धर्ष: समपद्यत । दुर्धर्ष द्रोणाचार्यका शरीर खूनसे लथपथ हो रथसे पृथ्वीपर गिर पड़ा, मानो लाल अंगकान्तिवाले सूर्य डूब गये हों

Sañjaya sprach: Der Unbezwingliche fand sein Ende wie die Sonne, die in der Abenddämmerung rot erglüht. So stürzte Droṇācārya—sein Leib vom Blut durchtränkt—vom Wagen auf die Erde, als wäre die purpurstrahlige Sonne unter den Horizont gesunken. Das Bild betont den tragischen Sturz eines mächtigen Lehrers im Krieg, in dem Tapferkeit und Ehre zuletzt von der Sterblichkeit und den düsteren Folgen der Schlacht überholt werden.

Verse 723

ऋषे: प्रसादात्‌ कृष्णस्य सत्यवत्या: सुतस्य च । नरेश्वर! द्रोणाचार्य आकाशमें पहुँचकर नक्षत्रोंके पथमें प्रविष्ट हो गये। उस समय सत्यवतीनन्दन महर्षि श्रीकृष्णद्वैपायनके प्रसादसे मैंने भी द्रोणाचार्यकी वह दिव्य मृत्यु प्रत्यक्ष देख ली

Sañjaya sprach: Durch die Gnade des ṛṣi und durch die Gnade Kṛṣṇas und des Sohnes Satyavatīs, o König, erhob sich Droṇācārya in den Himmel und trat auf den Pfad der Sterne. In jener Stunde durfte auch ich, durch die Huld des großen Weisen Śrī Kṛṣṇa Dvaipāyana—Satyavatīs Sohn—mit eigenen Augen dieses göttliche Hinscheiden Droṇas schauen. Die Begebenheit zeichnet sein Ende nicht bloß als Tod auf dem Schlachtfeld, sondern als geistig aufgeladenen Aufbruch, erblickt durch höhere Schau, die ehrwürdige Seher verleihen.

Verse 736

अपश्याम दिवं स्तब्ध्वा गच्छन्तं तं महाद्युतिम्‌ । महातेजस्वी द्रोण जब आकाशको स्तब्ध करके ऊपरको जा रहे थे

Sañjaya sprach: Wir sahen jenen großen, strahlenden—Droṇa—emporsteigen, als hätte er den Himmel selbst zum Stillstand gebracht. Von unserem Standort aus erschien er wie ein lodernder Meteor ohne Rauch, der von einem Punkt zum anderen zog. Die Szene schildert nicht nur das Ende eines Kriegers, sondern auch das Staunen, das den Abschied eines mächtigen Lebens inmitten der moralischen Finsternis des Krieges begleitet.

Verse 743

अभ्यद्रवन्‌ महावेगास्तत:ः सैन्यं व्यदीर्यत । द्रोणाचार्यके मारे जानेपर कौरव-सैनिक युद्धका उत्साह खो बैठे, फिर पाण्डवों और सूंजयोंने उनपर बड़े वेगसे आक्रमण कर दिया। इससे कौरव-सेनामें भगदड़ मच गयी

Sañjaya sprach: Da stürmten die Krieger mit gewaltiger Geschwindigkeit heran, fielen über das Heer her und zerrissen die Reihen der Kauravas. Als Droṇācārya gefallen war, verloren die kauravischen Soldaten den Willen zu kämpfen; die Pāṇḍavas und ihre Verbündeten drängten in einem mächtigen Angriff vor, und Panik und Flucht griffen in den kauravischen Gliedern um sich—ein Zeichen dafür, wie der Sturz eines Führers die Moral brechen und die Disziplin eines Heeres im Krieg auflösen kann.

Verse 756

तावका निहते द्रोणे गतासव इवाभवन्‌ | युद्धमें आपके बहुत योद्धा तीखे बाणोंद्वारा मारे गये थे और बहुत-से अधमरे हो रहे थे। द्रोणाचार्यके मारे जानेपर वे सभी निष्प्राण-से हो गये

Sañjaya sprach: Als Droṇa erschlagen war, wurden die kauravischen Krieger, als wären sie des Lebens beraubt. Schon zuvor waren im Kampf viele deiner Helden von scharfen Pfeilen getötet worden, und viele andere lagen schwer verwundet, halb tot. Doch der Tod Droṇācāryas sog ihnen den letzten Mut und Zusammenhalt aus, sodass sie wie ohne Atem dastanden—und offenbarte, wie der Sturz eines Führers die moralische Kraft eines Heeres inmitten der harten Ethik des Krieges zusammenbrechen lassen kann.

Verse 766

उभयेनैव ते हीना नाविन्दन्‌ धृतिमात्मन: । इस लोकमें पराजय और परलोकमें महान्‌ भय पाकर दोनों ही लोकोंसे वंचित हो वे अपने भीतर धैर्य न धारण कर सके

Sañjaya sprach: Auf beide Weisen beraubt, fanden sie keine Festigkeit in sich. Da sie in dieser Welt Niederlage erlitten und große Furcht vor der jenseitigen hegten, waren sie von beiden Bereichen abgeschnitten und vermochten den inneren Mut nicht zu bewahren.

Verse 793

वरूथिन्यामनृत्येतां परिष्वज्य परस्परम्‌ | राजन्‌! तदनन्तर भीमसेन और ट्रुपदकुमार धृष्टद्युम्न एक-दूसरेको हृदयसे लगाकर सेनाके बीचमें हर्षके मारे नाचने लगे

Sañjaya sprach: „O König! Danach umarmten Bhimasena und Dhrishtadyumna, der Sohn Drupadas, einander, Herz an Herz; und mitten im Heer begannen sie zu tanzen, von Freude überwältigt.“

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