Kanda 3
Soma PressingSavanaOffering

Kanda 3

Soma Pressing & Offering

The Soma pressing rituals, morning, midday, and evening pressings, and the offering formulas for the primary Soma sacrifice.

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Prapathakas in Kanda 3

Prapathaka 2

Agnyādheya / Agnicayana preliminaries within the Śrauta new-fire establishment cycle (selection, preparation, and consecratory handling of the three sacred fires and their immediate ritual supports).

Kṛṣṇa-Yajurveda (Taittirīya), Kāṇḍa 3, Prapāṭhaka 2 setzt das Śrauta-Programm der Einrichtung und Stabilisierung der Opferfeuer fort und behandelt Feuer nicht nur als physische Verbrennungsstätte, sondern als rituell hervorgebrachte Gottheit, deren „Geburt“ kontrollierte Übergänge erfordert: vom gewöhnlichen Brennstoff zur geweihten Anzündholzgabe, vom häuslichen Raum zum Altarraum und von menschlicher zu göttlicher Wirksamkeit. Die mantrische Textur des Kapitels rahmt Agni wiederholt als Mittler (Instrument des Hotṛ/Adhvaryu), als Hüter des Hauses und als kosmische Achse und richtet so mikro-rituelle Handlungen — das Entnehmen von Glut, das Auflegen von Anzündholz, Salbung/Umkreisung und Schutzformeln — auf die makrokosmische Ordnung (ṛta) aus. Das Prapāṭhaka kodiert zudem priesterliche Koordination: Die prozeduralen Akte des Adhvaryu werden mit Rezitationen synchronisiert, die Geräte, Richtungen und Grenzen sakralisieren, rituelles „Auslaufen“ (doṣa) minimieren und die Kontinuität der Feuer sichern. In der exegetischen Tradition werden diese Passagen als Begründung von Berechtigung, Reinheit und Dauerhaftigkeit/Festigkeit (dhruvatā) der Feuer gelesen und bereiten spätere Soma- und iṣṭi-Performanzen vor.

11 anuvakas

Prapathaka 4

Darśa–Pūrṇamāsa (New- and Full-Moon sacrifices) within the Śrauta Agnihotra–Iṣṭi cycle; specifically the Iṣṭi-mantra and procedural layer around the principal oblations (ājyabhāgas, prayāja/anuyāja, and the main havis) and their deity-addressing formulae.

Prapāṭhaka 3.4 der Kṛṣṇa-Yajurveda (Taittirīya-Saṃhitā) gehört zum Darśa–Pūrṇamāsa-iṣṭi-Komplex und entfaltet die liturgische „Grammatik“, durch die Opfergaben wirksam werden: die Sequenz der vorbereitenden Ghee-Portionen, die Rahmung des Haupt-havis durch prayāja- und anuyāja-Oblationen sowie die präzise Anrufung der Gottheiten und svāhā-Formeln, die das Ritual an seine kosmologischen Referenten „binden“. Das Kapitel ist nicht narrativ, sondern operativ ausgerichtet: Es stabilisiert den yajña als reproduzierbares Verfahren, indem es festlegt, wer wann und mit welchen verbalen Markern angerufen wird. Dadurch kodiert es eine Theologie der Vermittlung — Agni als Träger, Soma/Viṣṇu/Indra und verbundene Gottheiten als Empfänger, und der Opferherr als rituelles Subjekt, das durch korrekte Rezitation konstituiert wird. Das Prapāṭhaka exemplifiziert somit die für die Saṃhitā typische Verschmelzung von Mantra, brāhmaṇa-artiger Begründung und ritueller Mikrotechnologie.

11 anuvakas | 20 mantras