Adhyaya 201
Vrata & Dharma-shastraAdhyaya 2010

Adhyaya 201

Worship of the Nine Vyūhas (Nava-vyūha-arcana)

Dieses Kapitel eröffnet mit der Feststellung des Abschlusses des Dīpadāna-vrata und geht unmittelbar zu einer technischen Liturgie über: der Verehrung der Navavyūhas, wie sie von Hari überliefert wurde. Agni lehrt die Anordnung eines Lotus-Maṇḍala mit Vāsudeva im Zentrum sowie die richtungsbezogene Platzierung von Saṅkarṣaṇa, Pradyumna, Aniruddha und Nārāyaṇa, jeweils verbunden mit bestimmten Bīja-Silben und elementaren/rituellen Orten (einschließlich der Wasserplatzierung). Das Ritual wird durch eine detaillierte Mantra–Bīja-Zuordnung für zugehörige Gestalten wie Sadbrahmā, Viṣṇu, Nṛsiṃha und Bhūr-Varāha erweitert, dazu kommen Hilfsplatzierungen am Eingang und im westlichen Quadranten sowie spezielle Verfahren zu Garuḍa und den Mantras der gadā (Keule). Die Abfolge führt von der äußeren Maṇḍala-Konstruktion zur Verinnerlichung: Verehrung nach dem daśāṅga-krama, Aufstellung von ghaṭas für die Richtungswächter, Visualisierung von toraṇas und vitāna und Meditation des feinstofflichen Körpers im Mondnektar. Den Höhepunkt bilden nyāsa mit zwölf Bījas und die Bildung eines „göttlichen Körpers“; ferner werden die Bestimmung des Schülers durch Blumenwurf, die Homa-Zahlen zur Reinigung und die dīkṣā-Gebühren dargelegt, wodurch die Initiation als sozialer und spiritueller Siegelakt der Ritualwissenschaft erscheint.

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Frequently Asked Questions

A lotus-maṇḍala Navavyūha worship beginning with Vāsudeva at the center, followed by directional deity placements with specific bīja-syllables, then internalization through visualization, daśāṅga-krama, and nyāsa culminating in dīkṣā.

After mandala and mantra placements, it shifts to subtle-body contemplation (lunar nectar), self-identification with Viṣṇu, and nyāsa that produces a “divine body,” explicitly valuing heart-worship of Hari (anirmālyā) as the inner completion of the rite.

Disciples are seated to the left, identify a chosen form by blind flower-casting, perform homa with 108 and then 1000 oblations for purification, and receive dīkṣā after payment of prescribed fees honoring the guru.