Adhyaya 193
Vrata & Dharma-shastraAdhyaya 1930

Adhyaya 193

Śivarātri-vrata (The Observance of Śivarātri)

Herr Agni lehrt Vasiṣṭha das Śivarātri-Gelübde, ein Ritual, das sowohl bhukti (weltlichen Genuss und Gedeihen) als auch mokṣa (Befreiung) verleiht. Die Observanz ist kalendarisch auf die Kṛṣṇa-caturdaśī (den vierzehnten Tag der dunklen Monatshälfte) festgelegt, die zwischen Māgha und Phālguna fällt. Der Übende hält am vierzehnten Tag upavāsa (Fasten, Enthaltung von Nahrung) und vollzieht als Kern der Verehrung jāgaraṇa (nächtliche Wachhaltung). Das Kapitel bietet eine bhaktische Liturgie: Śambhu wird als Spender von Genuss und Befreiung angerufen, Śiva als das Boot gepriesen, das die Wesen über den „Ozean der Hölle“ setzt, und es wird um Nachkommenschaft, Herrschaft, Glück, Gesundheit, Wissen, dharma, Reichtum sowie schließlich svarga und mokṣa gebeten. Abschließend betont der Text die Zugänglichkeit und verwandelnde Kraft des Gelübdes: Selbst Randständige oder Sünder (ein Jäger; der Sünder Sundarasena) können durch disziplinierte Hingabe Verdienst erlangen—ein zentrales purāṇisches Motiv der dharmischen Erhebung.

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Frequently Asked Questions

The chapter emphasizes the vrata’s calendrical placement (Kṛṣṇa-caturdaśī between Māgha and Phālguna) and the paired disciplines of upavāsa (no eating on the 14th) and jāgaraṇa (night-long vigil) as the operative ritual core.

By combining bodily restraint (fasting), sustained awareness (vigil), and focused devotion (invocation and praise of Śiva), it aligns everyday discipline with purification and grace, presenting liberation as attainable while still permitting dharmic pursuit of prosperity and wellbeing.