
Pratipadā-vratāni (Vows Observed on the Lunar First Day)
Herr Agni beginnt eine geordnete Darlegung der auf Pratipadā beruhenden Vratas und stellt den ersten Mondtag als rituell kraftvollen Eingang in einjährig zu übende Disziplinen dar. Er bezeichnet Pratipadā in den Monaten Kārttika, Āśvayuja und Caitra als den Tithi (tithi) Brahmās und verknüpft so Kalenderzeit mit einem bestimmten Devatā-Fokus. Das Kapitel skizziert sodann die „Technik“ des Vrata: Fastenregeln (einschließlich längerer Nahrungskarenz und kontrollierter Mahlzeitenmuster), Mantra-japa von „Oṃ tat sat brahmaṇe namaḥ“ zusammen mit der Gāyatrī sowie eine klare ikonographische Vergegenwärtigung Brahmās (golden, mit verfilztem/gebundenem Haar, akṣamālā und Opferlöffel in den Händen, mit kamaṇḍalu). Dāna wird als messbarer ethischer Ertrag integriert—Milchspende „nach Vermögen“—mit genannten Früchten wie Läuterung, himmlischem Genuss und weltlichem Gedeihen für einen Brāhmaṇa. Ein zweiter Strang führt das Dhanya-vrata im Monat Mārgaśīrṣa mit nakta-Disziplin (Essen in der Nacht) und homa ein, gefolgt von einjähriger Verehrung Agnis und der abschließenden Gabe einer gelbbraunen Kuh. Das Kapitel schließt mit der Nennung des Śikhī-vrata und seiner Frucht: das Erreichen des Zustands/der Wohnstatt Vaiśvānara, wodurch Vrata-Praxis sowohl mit bhukti (Wohlstand) als auch mit höheren geistigen Bestimmungen verbunden wird.
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Kārttika, Āśvayuja, and Caitra are identified as months where Pratipadā is regarded as Brahmā’s tithi.
The chapter prescribes the mantra “Oṃ tat sat brahmaṇe namaḥ” together with Gāyatrī, maintained as a year-long observance.
Brahmā is described as golden and matted-haired, with akṣamālā and a ladle (śruva) in the right hand, and a sacrificial ladle (śruc) and kamaṇḍalu in the left, with a long tuft/brush-like emblem (lambakūrca).
Milk is to be donated according to capacity with the resolve “May Brahmā be pleased,” yielding purification, heavenly enjoyment, and wealth on earth (for a brāhmaṇa). The Dhanya/Agni-oriented year observance culminates in gifting a kapilā (tawny) cow.
By mapping time-discipline (tithi), mantra, and dāna into repeatable observances culminating in destinations like Vaiśvānara pada, it frames vrata as a sādhana that integrates ethical action and higher spiritual attainment (bhukti-mukti samanvaya).