Adhyaya 247
Raja-dharmaAdhyaya 2476 Verses

Adhyaya 247

Chapter 247 — पुष्पादिपूजाफलं (Fruits of Worship with Flowers and Other Offerings)

Herr Agni legt ein knappes devotional-rituellen Lehrstück dar: Blumenverehrung als praktisches Mittel, um durch Viṣṇu in allen Vorhaben Erfolg (siddhi) zu erlangen. Das Kapitel nennt die für die Arcana zugelassenen Blumen und Blätter—mālatī, mallikā, yūthī, pāṭalā, karavīra, aśoka, kunda, tamāla-Blatt, bilva- und śamī-Blätter, bhṛṅgarāja, tulasī (zur rechten Jahreszeit), vāsaka, ketakī, Lotus und rote Wasserlilie (red water-lily)—und benennt zugleich zu meidende Dinge (arka, unmattaka/dhattūra, kaṅkāñcī). Danach verbindet es Bhakti mit dem dāna-śāstra: das Spenden von Ghee in bemessenen Mengen bringt gewaltiges Verdienst, Königswürde und himmlische Früchte. Die Argumentation ist typisch für die Synthese der Agni Purana: richtige Auswahl der Dravyas und diszipliniertes Geben werden zu einer regierungsfreundlichen Spiritualität, in der Wohlstand, Legitimität und religiöses Verdienst sich unter vaiṣṇavischer Verehrung gegenseitig stärken.

Shlokas

Verse 1

इत्य् आग्नेये महापुराणे वास्त्वादिर्नाम षट्तचत्वारिंशदधिकद्विशततमो ऽध्यायः अथ सप्तचत्वारिंशदधिकद्विशततमो ऽध्यायः पुष्पादिपूजाफलं अग्निर् उवाच पुष्पैस्तु पूजनाद्विष्णुः सर्वकार्येषु सिद्धिदः मालती मल्लिका यूथी पाटला करवीरकं

So endet im Agni-Mahāpurāṇa das zweihundertsechsundvierzigste Kapitel mit dem Titel „Vāstu und verwandte Themen“. Nun beginnt das zweihundertsiebenundvierzigste Kapitel: „Die Früchte der Verehrung mit Blumen und anderen Gaben“. Agni sprach: „Durch Verehrung mit Blumen wird Viṣṇu zum Spender des Gelingens in allen Vorhaben—darzubringen sind mālatī, mallikā, yūthī, pāṭalā und karavīraka.“

Verse 2

पावान्तिरतिमुक्तश् च कर्णिकारः कुराण्टकः सेकः उच्यते इति ख पावन्तिकातिमुक्तश्चेति ग कुब्जकस्तगरो नीपो वाणो वर्वरमल्लिका

„Pāvānti“ und „Atimukta“ sowie „Karṇikāra“ und „Kurāṇṭaka“—(diese Pflanze/Arznei) wird auch „Seka“ genannt (so die Kha-Überlieferung). In der Ga-Überlieferung lautet es „Pāvantikā“ und „Atimukta“. (Weitere Synonyme:) Kubjaka, Tagara, Nīpa, Vāṇa und Varvara-mallikā.

Verse 3

अशोकस्तिलकः कुन्दः पूजायै स्यात्तमालजं बिल्वपत्रं शमीपत्रं पत्रं भृङ्गरजस्य तु

Für die rituelle Verehrung werden die Blüten aśoka, tilaka und kunda empfohlen; ebenso sind das Blatt des tamāla, bilva-Blätter, śamī-Blätter und auch die Blätter des bhṛṅgarāja vorgeschrieben.

Verse 4

तुलसीकालतुलसीपत्रं वासकमर्चने केतकीपत्रपुष्पं च पद्मं रक्तोत्पलादिकं

Für die Verehrung (arcana) soll man tulasī-Blätter darbringen—besonders tulasī, die zur rechten Jahreszeit gesammelt wurde—zusammen mit vāsaka; ferner ketakī-Blätter und -Blüten sowie Lotus, rote Wasserlilie (red water-lily) und dergleichen.

Verse 5

नार्कन्नोन्मत्तकङ्काञ्ची पूजने गिरिमल्लिका कौटजं शाल्मलीपुष्पं कण्टकारीभवन्नहि

Bei der Verehrung soll man weder arka noch die madana–dhattūra-Blüte noch kaṅkāñcī verwenden. Empfohlen ist vielmehr girimallikā. Ebenso verwende man die Blüten von kuṭaja und śālmali; auch kaṇṭakārī ist hier zulässig.

Verse 6

घृतप्रस्थेन विष्णोश् च स्नानङ्गोकोटिसत्फलं आढकेन तु राजा स्यात् घृतक्षीरैर् दिवं व्रजेत्

Wer ein prastha Ghee (ghṛta) spendet, erlangt vorzügliches Verdienst, gleich dem Vollzug eines koṭi (zehn Millionen) Bade-Riten (snāna) für Viṣṇu. Wer ein āḍhaka spendet, wird König; und wer Ghee zusammen mit Milch spendet, gelangt in den Himmel.

Frequently Asked Questions

A prescriptive arcana list (what to offer and what to avoid) plus measurable dāna metrics: one prastha of ghee equated to immense Viṣṇu-bath merit, one āḍhaka linked with kingship, and ghee-with-milk linked with heavenly attainment.

It operationalizes bhakti: disciplined offerings and charitable measures become repeatable practices that convert everyday materials into merit, success, and devotional alignment with Viṣṇu.