
Lakṣa–Koṭi Homa (लक्षकोटिहोमः)
Herr Agni lehrt im Rahmen des Yuddhajayārṇava ein Homa-System zum Schutz im Krieg und zur Stützung der Souveränität. Das Kapitel eröffnet mit der Aussage, Homa wirke zu sofortigem Sieg in der Schlacht, zum Erwerb der Herrschaft und zur Vernichtung von Hindernissen, verankert das Ritual jedoch in vorheriger Läuterung: Kṛcchra-Observanz und diszipliniertem Prāṇāyāma. Danach werden vorbereitendes Japa und Atemlenkung (einschließlich bīja‑Samenlauten) sowie der genaue Zeitpunkt der Opfergaben in das geweihte Feuer festgelegt. Eine geregelte Ein‑Mahlzeit‑Diät wird vorgeschrieben, um die rituelle Reinheit bis zum Abschluss zu bewahren. Der Text unterscheidet die Größenordnungen—ayuta (10.000), lakṣa (100.000) und koṭi (Krore/ungeheure Zählung)—und ordnet ihnen Wirkungen zu: kleinere Errungenschaften, Beseitigung von Leiden und umfassende Wunscherfüllung samt Schutz. Zugleich gilt das Ritual als universelles Mittel zur Befriedung von Unheilszeichen (utpāta) und nennt Natur- und Sozialkatastrophen wie Dürre, übermäßigen Regen, Schädlingsplagen und feindliche Wesen, die dadurch bezwungen werden. Abschließend folgen operative Details für große Riten: Zahl und Auswahl der Priester, zulässige Mantra-Familien (Gāyatrī, Graha‑Mantras, gottheitsspezifische Reihen), erlaubte Oblationen (Getreide, Sesam, Milch, Ghee, kuśa‑Gras, Blätter) sowie Maße für den Bau der Homa-Grube—Agneya Vidyā erscheint als präzise Ritualtechnik im Dienst von Dharma und Staatsordnung.
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The chapter emphasizes scalable ritual engineering: counts (ayuta/lakṣa/koṭi), priest selection numbers (20/100/1000), prescribed oblations (grains, ghee, kuśa, leaves), and precise construction measures for the homa-pit (eight hastas for koṭi; half for lakṣa), alongside timing (forenoon offerings) and prerequisites (Kṛcchra + prāṇāyāma).
It integrates outer efficacy (victory, obstacle removal, omen-pacification) with inner discipline (purification vows, regulated diet, prāṇāyāma, mantra-japa), presenting state-protection and personal welfare as dharmic outcomes grounded in sādhana.
Gāyatrī; graha (planetary) mantras; Kuṣmāṇḍī and Jātavedas; deity-linked sets (Aindra, Vāruṇa, Vāyavya, Yāmya, Āgneya, Vaiṣṇava); and also Śākta, Śāmbhava, and Saura mantras.
Portents in general (utpāta), excessive rain and drought, crop-raiding pests (rats, locusts, parrots), harmful beings such as rākṣasas, and enemies in battle.