
Chapter 330 — Chandaḥ-sāra (Essence of Prosody): Chandojāti-nirūpaṇam (Determination of Metrical Jātis)
In diesem Kapitel ordnet der Herr Agni die Chhandas-śāstra, indem er metrische jātis (Klassen) durch mātrā-Zählung, Regeln der Silbenauslassung und die Logik von gaṇa-Mustern definiert. Zu Beginn wird eine Taxonomie der Metren—Utkr̥ti und seine abgeleiteten Formen—aufgestellt und die Synonymie zwischen Traditionen geklärt (z. B. Atyaṣṭi als Aṣṭi). Agni unterscheidet laukika- und ārṣa-Ausrichtungen, verbindet klassischen Gebrauch mit vedischen Messprinzipien und wendet sich dann dem technischen Kern der Prosodie zu: der pāda-Struktur und den gaṇas als allgegenwärtigen Bausteinen. Ausführlich behandelt wird die mātrā-basierte Āryā-Familie—ihre definierenden gaṇas, Vorgaben für ungerade/gerade pādas und benannte Varianten (vipulā, capalā, mahācapalā) sowie vortragsbezogene Begriffe wie gīti/upagīti/udgīti. Es folgen Vaitālīya und das zehnfache gopucchandas-Schema, danach die „vṛtti“-Verfahren (prācyavṛtti/udīcyavṛtti) und weitere benannte Muster (cāru-hāsinī, cāntikā, citrā, upacitrā). Den Abschluss bilden Merkhilfen und Kodierungsprinzipien (etwa gu für einen einzelnen guru), mit denen metrische Formen bewahrt und berechnet werden—ein Beispiel für die purāṇische Verbindung von heiliger Überlieferung und technischer Genauigkeit.
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The chapter emphasizes mātrā-based metrical computation and gaṇa-governed pāda construction, especially for the Āryā family and its variants, including named procedures (vṛtti) and mnemonic coding rules.
By formalizing correct metrical knowledge, it safeguards accurate recitation and transmission of sacred and classical texts; disciplined attention to measure (mātrā/akṣara) becomes a dharma-supporting practice that aligns aesthetic skill with sacred order.