Adhyaya 328
Chhandas-shastraAdhyaya 3280

Adhyaya 328

Chandaḥ-sāra (Essence of Prosody) — Gāyatrī as the Root Metre and Syllabic Expansions

Im Anschluss an den chandas-adhikāra bestimmt der Herr Agni Gāyatrī als die grundlegende Matrix des vedischen Versmaßes, die als bīja-Form mit einer Silbe, als Mantra-Form mit fünfzehn Silben und als acht-silbige, mit Prajāpatya verbundene Form aufgefasst werden kann. Er zeigt sodann, wie ihr Silbenmaß je nach vedischem Gebrauch variiert: sechs für Yajus-Formeln, zwölf für Sāman-Gesänge und achtzehn für Ṛg-Strophen, mit der Regel, dass Sāman-Muster sich jeweils um zwei erweitern. Es folgen Verfahrensregeln: Ṛc-Maße lassen eine zusätzliche „vierte“ Steigerung zu; Prajāpatya wächst in Viererschritten; andere Metren nehmen einzeln zu, während Āturyā einzigartig eine fortlaufende Auslassung verlangt. Agni ordnet die kanonische Folge der sich entfaltenden Metren—Uṣṇik, Anuṣṭubh, Vṛhatī, Paṅkti, Triṣṭubh, Jagatī—als sukzessive Entfaltungen aus Gāyatrī ein und erklärt sie ihrem Wesen nach brahmanisch, wodurch die Metrik als heilige Wissenschaft geweiht wird. Das Kapitel schließt mit Hinweisen zur Notation: der Standardgruppierung „drei und drei“, einzelnen Einheiten namens Āryā sowie technischen Bezeichnungen für Ṛg und Yajus, die in ein Raster von vierundsechzig Wörtern einzutragen sind.

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Frequently Asked Questions

It codifies Gāyatrī’s multiple syllabic forms and gives rule-based procedures for metrical expansion across Vedic contexts (Yajus/Sāman/Ṛc), including special increment and omission rules (Prajāpatya by fours; Āturyā by sequential subtraction).

By identifying metrical order as brahmanic in nature, it frames disciplined speech-measure (chandas) as a dharmic practice—aligning recitation, cognition, and ritual precision with a sacred cosmological structure.