
Chapter 30: मण्डलविधिः (Maṇḍala-vidhi) — Procedure for the Maṇḍala
Dieses Kapitel schließt die vorherige Erörterung der Merkmale des Maṇḍala ab und wendet sich sogleich einer verbindlichen Ritualtechnik zu: Nārada führt die Abfolge der Verehrung innerhalb eines lotusförmigen Maṇḍala ein. Der Übende soll Brahmā in der Mitte des Lotus (madhye padme) zusammen mit seinen aṅga (begleitenden Gliedern/Hilfselementen) einsetzen und verehren, sodass das Maṇḍala als lebendiges Feld göttlicher Gegenwart gilt und nicht bloß als Diagramm. Der östliche Lotus-Sektor wird daraufhin Viṣṇu Padmanābha (dem „Lotusnabeligen“) zugewiesen und zeigt eine richtungsbezogene Theologie, in der Gottheiten den Blütenblättern bzw. Raumquadranten für eine geordnete upāsanā zugeordnet werden. Die Erzählführung veranschaulicht Agneya-vidyā: Heilige Geometrie (Maṇḍala) wird zur prozeduralen Schnittstelle, die ikonographische Platzierung, mantra-strukturierten Kult und dharmische Ordnung vereint. Schon in den Eingangsstrophen signalisiert die Purāṇa ihre Methode—präzise Ritualkartographie, die Hingabe mit systematischer, wiederholbarer Praxis harmonisiert.
It prescribes worship within a lotus-maṇḍala: Brahmā is worshiped at the center together with his aṅgas, and Viṣṇu (Padmanābha) is worshiped in the eastern lotus-sector/petal, establishing a directional and hierarchical placement of deities.
By turning spatial design into disciplined upāsanā: the maṇḍala organizes attention, mantra, and deity-placement into a repeatable procedure, so technical correctness becomes a form of dharma that supports inner purification and devotional concentration.